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Die Naturstiftung David setzt sich gemeinsam mit anderen Stiftungen und den großen deutschen Umweltverbänden für den langfristigen Schutz national bedeutsamer Naturschutzflächen ein. Naturstiftung David/Rana ? Büro für Ökologie und Naturschutz

Auf dem Weg zum „Urwald von morgen“

Die Hohe Schrecke in Nordthüringen ist eines der größten unzerschnittenen Buchenwaldgebiete Mitteleuropas. In dem über 7300 ha großen Waldgebiet haben sich vielfältig strukturierte Waldlebensräume mit urwaldähnlichen Buchenbeständen und einem hohen Anteil an Tot- und Altholz erhalten. Ziel eines vom Bundesumweltministerium geförderten Naturschutzgroßprojektes ist es, großflächig ungenutzte Waldbereiche mit naturnah genutztem Wirtschaftswald eng zu verzahnen. Das Bundesumweltministerium stellt für das Vorhaben 9,4 Mio. € bereit.
Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, zeigte sich von dem naturnahen Zustand der Wälder und der weitgehenden Unberührtheit beeindruckt: „Wir brauchen mehr Wälder wie die ‚Hohe Schrecke‘, nicht nur als naturnah, genutzten Wirtschaftsstandort, sondern auch als zukunftsweisende Vision für nachfolgende Generationen. In einer bemerkenswerten Kooperation zwischen Waldbesitzern, Kommunen und dem Naturschutz ist es gelungen, auf großen Flächen die Weichen für eine unbeeinflusste Waldentwicklung zu stellen. Eine solch erfolgreiche Zusammenarbeit kann auch als Vorbild für andere Projekte dienen.“
Etwa 1700 ha Wald sollen aus der Nutzung genommen werden
In dem vom Bundesumweltministerium geförderten Naturschutzvorhaben soll bis zum Jahr 2023 eine Entwicklung zum „Urwald von morgen“ eingeleitet werden. Ziel ist es, eine nachhaltige, naturschutzoptimierte Waldnutzung unter Einbeziehung natürlicher, selbstregulierender Prozesse zu etablieren. Etwa 1700 ha Wald sollen aus der Nutzung genommen werden und sich selbst entwickeln können. Für einen großen Teil privater Waldflächen konnten bereits erste Vereinbarungen zum dauerhaften Nutzungsverzicht geschlossen werden. Weitere 600 ha alten Waldes wird der Freistaat Thüringen aus der Nutzung nehmen. Auch die Entwicklung von Eichenbeständen wird gefördert. Nadelholzbestände sollen in stabile, naturnahe Mischwälder umgewandelt, Fließ- und Stillgewässer renaturiert sowie Halbtrockenrasen und Streuobstwiesen optimiert und erhalten werden.
Projekt-Förderung für den Naturschutz
Die Gesamtausgaben des Projektes belaufen sich auf rund 12,5 Mio. €. Neben dem Bundesumweltministerium, das 9,4 Mio. € bereitstellt, beteiligen sich Thüringen mit 1,9 Mio. € und der Projektträger, die Naturstiftung David, mit 1,2 Mio. € an der Finanzierung.
Die Bundesmittel werden aus dem Programm „chance.natur – Bundesförderung Naturschutz“ bereitgestellt. Das Programm, das seit 1979 besteht, ist einer der größten Naturschutz-Fördertitel in Deutschland mit einem jährlichen Etat von derzeit 14 Mio. €. Bislang wurden mehr als 450 Mio. € Bundesmittel für die Sicherung und Entwicklung von 77 bundesweit bedeutenden Landschaftsbereichen bereitgestellt. Dadurch konnten auf einer Fläche von mehr als 3700 Quadratkilometern mit vielfältigen Projekten zum Erhalt der Landschaft- und Artenvielfalt in Deutschland beigetragen werden.
 

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Die Naturstiftung David setzt sich gemeinsam mit anderen Stiftungen und den großen deutschen Umweltverbänden für den langfristigen Schutz national bedeutsamer Naturschutzflächen ein. Naturstiftung David/Rana ? Büro für Ökologie und Naturschutz Deutschland trägt eine besondere Verantwortung zum Beispiel für ausgedehnte Laubwälder. Nadine Peinelt

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