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Auf dem Weg zum naturnahen Wald im Nationalparkrevier Hohnstein

Auf dem Weg zum naturnahen Wald im Nationalparkrevier Hohnstein

Die Wälder im Nationalpark Sächsische Schweiz werden naturnäher gestaltet. Dazu wird der rund 30 ha große Waldteil um Waitzdorf, Ochel und Hübelteichwiese im Winterhalbjahr 2016/2017 nach Kriterien der Waldentwicklungsplanung im Nationalpark zum letzten Mal durchforstet. Benachbarte Wälder brauchen in den nächsten Jahren noch weitere Eingriffe.

Waldarbeiter der Nationalparkverwaltung und der Firma Nagel aus Schmölln-Putzkau fällen vor allem gebietsfremde Baumarten wie Lärche und Roteiche sowie nicht standortsgerechte Fichte.
Ziel der Arbeiten ist es, den hier vor allem die unterhalb der Altbäume schon recht zahlreich vorkommenden heimischen Laubbaumarten wie Rotbuche, Stieleiche und Winterlinde ebenso wie der Weißtanne bessere Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.
Besonders die Eiche liegt Nationalpark-Revierleiter Frank Wagner am Herzen. Sie ist selten im Nationalpark Sächsische Schweiz. Die Kronen der Eichen brauchen Platz um zu wachsen. Nur ausreichend große Eichenkronen produzieren Eicheln, die den Fortbestand der Bäume für die Zukunft garantieren. Deshalb wird der Nationalpark-Revierleiter auch einige benachbart stehende Roteichen, Rotbuchen und selbst Eichen entnehmen lassen. Damit erreicht er, dass sich die Baumkronen der heimischen Eichen besser entwickeln und künftig mehr Eicheln produzieren.
Die Waldarbeiter nutzen für diese Arbeiten nur Motorsägen. Aufgrund der großflächig vorhandenen Verjüngung von Laubholz und Weißtanne entschied der Nationalpark-Revierleiter, hier keinen Harvester einzusetzen. Zum Transport der schweren Stämme aus dem Wald kommt ein Forwarder zum Einsatz. Die Nationalparkverwaltung wird sich dafür einsetzen, dass die Sägewerke das eingeschlagene Holz zügig abtransportieren.
Besucher müssen sich aus Sicherheitsgründen Ende November 2016 bis Mitte März 2017 auf kurzzeitig gesperrte Waldwege und Behinderungen durch Reisig sowie Wegeschäden durch die Holzrückung einstellen. Den Anweisungen der Waldarbeiter und des Forstpersonals vor Ort ist Folge zu leisten.
Staatsbetrieb Sachsenforst

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