Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Auf Asphalt wächst kein Brot – Flächenverbrauch in Deutschland stoppen

Auf Asphalt wächst kein Brot – Flächenverbrauch in Deutschland stoppen

„Der hohe Flächenverbrauch in Deutschland muss dringend gestoppt werden.“ Das forderte der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst, Michael Prinz zu Salm-Salm, anlässlich der Grünen Woche in Berlin (19.1.2017).

In Deutschland werden derzeit in jeder Sekunde rund 8 Quadratmeter Boden als Siedlungs- und Verkehrsfläche neu ausgewiesen.
Das sind 69 Hektar am Tag.
Das entspricht einer Größe von knapp 100 Fußballfeldern, die täglich für Straßen, Häuser oder Gewerbegebiete überbaut und versiegelt werden.
Es braucht 250 Jahre bis sich nur 1 cm Boden neu bildet
Boden ist nicht vermehrbar und keine erneuerbare Ressource, warnte Salm. „Wir müssen nachhaltig und generationengerecht wirtschaften, sonst fahren wir den Karren gegen die Wand.“ Boden ist der wichtigste Produktionsfaktor für Land- und Forstwirtschaft, Basis für die Versorgung mit Lebensmitteln, Holz und Energie. Rund 250 Jahre braucht es, bis sich nur ein Zentimeter Boden neu bildet. Des-halb müsse viel behutsamer mit diesem kostbaren Gut umgegangen werden.
Generationsübergreifend wirtschaften
Salm warnte davor, dass der Flächenverbrauch täglich wertvolle Ackerböden unwiederbringlich vernichtet. Auch ökologische Ausgleichsmaßnahmen seien eher kontraproduktiv als hilfreich. Denn wenn aufgrund von Versiegelung in der Nähe gelegene Felder aus der Nutzung genommen würden, um Biotope zu fördern, gehe das nur auf Kosten der landwirtschaftlichen Betriebe und dämme nicht den Flächenfraß ein. Salm: „Wir müssen uns für den Erhalt des kostbaren Guts Boden einsetzen. Auf Asphalt wächst kein Brot.“
Familienbetriebe Land und Forst e.V.

Auch interessant

von