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Auen-Renaturierung an der Donau

Die Renaturierung eines durch Staustufenbau veränderten Auen-Abschnitts an der Donau zwischen Neuburg und Ingolstadt zeigt erste Erfolge. Dies ist ein Ergebnis des vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) geförderten Projektes MONDAU (MONitoring DonauAUen), das am 15.7.2014 in Neuburg bei der Abschlussveranstaltung vorgestellt wurde.
Bei der Renaturierung wurde die Verbindung von Fluss und Aue mit dem Ottheinrichbach als permanentes und neu gestaltetes Auengewässer wieder hergestellt. Über neu angelegte Ausleitungsstellen im Uferdamm finden „ökologische Flutungen“ statt, die die hydrologische Dynamik der Aue verbessern und bewirken, dass wieder eine Entwicklung zu einem naturnäheren Zustand eintritt.
Projekt zur Dynamisierung in Auenwäldern
Seit 2006 wird das Projekt durch das Aueninstitut Neuburg, eine Forschungsstelle der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, wissenschaftlich begleitet. Dieses Modellvorhaben umfasste außerdem ein Monitoring der Entwicklungsprozesse, die nach den Baumaßnahmen im Auwald einsetzten. Die Ergebnisse des Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben sind vielfältig. Es konnte festgestellt werden, dass die eingeleiteten Renaturierungsmaßnahmen technisch gut funktionieren.
Das E+E-Vorhaben zur Herstellung auentypischer Niedrigwasserstände und zur wissenschaftlichen Untersuchung der Renaturierung wurde mit insgesamt 1,8 Mio € vom BfN gefördert. Das Aueninstitut Neuburg formte ein wissenschaftliches Konsortium, welches aus Forstwissenschaftlern, Tierökologen, Vegetationsökologen, Fischbiologen und Geografen der TU München, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Hochschule Osnabrück und der KU Eichstätt-Ingolstadt bestand.
Ein Team aus 25 Wissenschaftlern erforschte fünf Jahre lang die Auswirkungen der Dynamisierungsmaßnahmen auf Wasser, Boden, Vegetation und Tierwelt in den Auenwäldern zwischen Neuburg und Ingolstadt. Unterstützt wurde das Team dabei vom Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt und der Forstdirektion Ingolstadt, des Wittelsbacher Ausgleichsfonds sowie der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen und dem Umweltamt Ingolstadt.
BfN

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