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Die Afrikanische Schweinepest breitet sich weiter aus. Nun ist sie auch in Sachsen angekommen.

ASP-Ausbruch auch in Sachsen

Bisher begrenzten sich die Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf das Bundesland Brandenburg. Nun gibt es den ersten Fall auch in Sachsen. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte, dass ein am 27. Oktober im Landkreis Görlitz geschossenes Wildschwein mit der ASP infiziert war.

Nach Untersuchungen eines am 27. Oktober erlegten Wildschweins zur ASP bestätigte sich der Verdacht am 30. Oktober. Der weibliche Überläufer war mit dem für Haus- und Wildschweine tödlichen Virus infiziert. Erlegt wurde das Tier auf dem Gebiet der Gemeinde Krauschwitz. Ein zeitgleich geschossener Frischling war negativ getestet worden.

Frühwarnsystem in Sachsen hat sich bewährt

Damit hat sich die Strategie des Freistaates Sachsen, im grenznahen Bereich zu Polen alle Wildschweine auf das Vorkommen der Erkrankung zu untersuchen, als Frühwarnsystem bewährt. Die nun notwendigen Restriktionszonen werden in Abstimmung mit den lokalen Behörden und der beratenden Sachverständigengruppe festgelegt. Die vordringlichste Maßnahme ist jetzt, die Verbreitung und das weitere Einsickern der Erkrankung in die Wildschweinbestände nachhaltig einzuschränken oder zu unterbinden. Alle Maßnahmen der Staatsregierung zielen darauf ab.

Die Afrikanische Schweinepest ist für den Menschen ungefährlich

Staatsministerin Petra Köpping: „Ich appelliere an die Schweinehalter, in ihren Bestrebungen, die Hausschweine zu schützen, nicht nachzulassen und Biosicherheitsmaßnahmen konsequent weiter zu verfolgen. Aufgabe ist es, nun besonnen zu reagieren und gemeinschaftlich zu handeln. Wir sind gut auf den Ernstfall vorbereitet.“ Der Krisenstab des Sozialministeriums und das Landestierseuchenbekämpfungszentrum werden eingerichtet. In Absprache mit dem Landkreis und der Bundeswehr wird die Einrichtung der Restriktionszonen vorbereitet.

 

Hintergrund:

Aufgaben des Krisenstabs und des Landestierseuchenbekämpfungszentrums (LTBZ):

Der Krisenstab des Sozialministeriums ist das zentrale Entscheidungsgremium bei Verdacht/Ausbruch einer besonders bedrohlichen Tierseuche wie der Afrikanischen Schweinepest. Dementsprechend steuert es die Krise und entscheidet strategische Grundsatzfragen. Ausführendes Organ des Krisenstabs ist das Landestierseuchenbekämpfungszentrum.

Das LTBZ besteht aus Mitarbeitern des Sozialministeriums, der Landesdirektion Sachsen, der Sächsischen Tierseuchenkasse und der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen. Das LTBZ für den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest wird am Standort Dresden der Landesdirektion Sachsen eingerichtet. Es koordiniert vor allem die Bekämpfungsmaßnahmen im Freistaat Sachsen. Außerdem kommuniziert es mit den Tierseuchenbekämpfungsstrukturen der Kreise und auf Ebene des Bundes.

Quelle: Sachsenforst

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