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Asiatischer Laubholzbockkäfer in Thüringen entdeckt

Asiatischer Laubholzbockkäfer in Thüringen entdeckt

Am 31. Juli meldete das Thüringer Forstamt Leinefelde den Fund des als Forstschädling gefürchteten Asiatischen Laubholzbockkäfers (Anoplophora glabripennis) an das zuständige Pflanzenschutzreferat der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft. Ein aufmerksamer Bürger hatte wenige Tage zuvor den Käfer in unmittelbarer Nähe von zum Granitsteintransport dienenden Palettenholz gefunden – mitten auf dem Marktplatz der nordthüringischen Stadt Worbis. Der Granitstein stammt aus China. Der 2,5 bis 3,5 cm große Käfer wurde damit erstmals im Freistaat Thüringen zweifelsfrei nachgewiesen.

 
„ThüringenForst nimmt diesen gesicherten Nachweis eines asiatischen Forstschädlings im Freistaat mit großer Sorge zur Kenntnis“, so Volker Gebhardt, Vorstand bei ThüringenForst. Holzverpackungen spielen bei der Verbreitung von Waldschädlingen rund um den Globus eine wichtige Rolle. Palettenholz muss deshalb gemäß der Internationalen Pflanzenschutz-Konvention (IPPC) entweder erhitzt oder mit Methylbromid begast sein. Obwohl der Brennstempel im konkreten Fall nachweisbar war, wurde der Schädling unbemerkt um die halbe Welt transportiert. Die Verbrennung des Palettenholzes wurde sofort veranlasst, im Umkreis von 500 m wird nun ein wöchentliches Monitoring an den Stadtbäumen des als flugfaul geltenden Insekts durchgeführt. Befallene Bäume müssen gefällt, gehäckselt und verbrannt werden.
 
Der Käfer legt seine Eier in die Baumrinde, nach zwei Wochen schlüpfen daumengroße Larven, die bis zu drei Zentimeter dicke Gänge durch das Holz fertigen. Nach zwei Jahren Fraß verpuppen sie sich, nach kurzer Zeit schlüpfen die Imago ins Freie. Der Käfer befällt Laubbäume aller Arten, selbst kerngesunde Bäume einschließlich Obstkulturen.
 
Infos vom Julius-Kühn-Institut zum Asiatischen Laubholzbockkäfer
ThüringenForst

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