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Arbeitsunfall im Wald: Feuerwehr und DRK üben den Ernstfall

Arbeitsunfall im Wald: Feuerwehr und DRK üben den Ernstfall

Waldarbeit ist auch heute noch einer der härtesten und gefährlichsten Berufe, aber dank des technischen Fortschritts konnte das Berufsfeld deutlich sicherer gestaltet werden. Bei einer gemeinsamen Einsatzübung der Ortsfeuerwehr Himbergen, der DRK-Bereitschaft Uelzen und der Niedersächsischen Landesforsten wurde am 28. November ein Arbeitsunfall im Wald simuliert. Dabei sollte der Ablauf der Rettungskette vom Notruf bis zur Rettung und Versorgung der verunglückten Person durch die beteiligten Einsatzkräfte geübt werden. In der Übungslage erlitt ein Maschinenführer in seiner Fahrerkabine einen Herzinfarkt. Die Notrufeinrichtung setzte daher einen automatischen Hilferuf mit den Standortkoordinaten der Holzerntemaschine an eine Alarmzentrale ab. Größte Herausforderung für die Rettungskräfte war das Auffinden der Unfallmaschine bei Dunkelheit in den weitläufigen Wäldern des Forstamtes Göhrde.

Nach der Alarmierung durch die Einsatzleitstelle Uelzen und gezielter Suche im nächtlichen Wald erreichten 19 Rettungskräfte von Feuerwehr und DRK den lautstark hupenden Harvester. Die Rettung gestaltete sich für die Brandschützer als schweißtreibende Arbeit. Maschinenführer Martin Götze vom Forstamt Unterlüß musste aus der Fahrerkabine gehoben und auf einer Trage durch unwegsames Gelände mit dichtem Unterholz zum Rettungswagen getragen werden. Dort wurde er von den Rettungssanitätern der DRK-Bereitschaft weiter versorgt. Gleichzeitig räumte die Feuerwehr umgestürzte Bäume vom Rettungsweg.

„Arbeitssicherheit ist ein fester Bestandteil unserer täglichen Arbeit in den Landesforsten“, erklärt Arne Riedel, Maschinenstützpunktleiter im Niedersächsischen Forstamt Unterlüß. „Die automatischen Notrufsysteme sind erforderlich, weil Forstmaschinenführer überwiegend allein arbeiten und auf sich gestellt sind. Neben moderner Ausstattung und laufender Fortbildung gehören auch die gemeinsamen Rettungsübungen mit allen Beteiligten der Rettungskette dazu“, so der Forstmann.
 

NLF

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