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Unfallserie im Herbst

Die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Niederbayern, Oberpfalz und Schwaben (LBG NOS) verzeichnete im Herbst 2010 zehn tödliche Unfälle. „So eine Serie von schweren Unfällen hatten wir noch nie“, sagt Fritz Allinger, Leiter der Präventionsabteilung. Zwei der Unfälle ereigneten sich im Wald: Ein 21-jähriger und ein 68-jähriger Mann wurden bei Fällarbeiten erschlagen. Die Berufsgenossenschaft rechnet aufgrund der guten Holzpreise und der Wintersaison mit weiteren Unfällen. Auch die extremen Schneefälle im Dezember – begleitet von Tauwetter und überfrierender Nässe – stellen die Waldbesitzer vor Herausforderungen.
Generell rät die Land- und Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Franken und Oberbayern: Wer nicht unbedingt in den Wald muss, sollte besseres Wetter abwarten! Durch die Schneelast und die winterlichen Stürme besteht große Gefahr von herabstürzenden Ästen und auch das Aufarbeiten von unter Spannung stehendem Holz ist sehr gefährlich und nur für Profis mit dem geeigneten Gerät zulässig. Um Waldarbeiten möglichst sicher durchzuführen, empfiehlt die LBG NOS Waldbesitzern neben dem Tragen der Arbeitsschutzkleidung, der Teilnahme an Motorsägenkursen und dem Einsatz von Seilwinden beim Abziehen von Hängern auch den Einsatz gut geschulten Personals. Als die sicherste Lösung bezeichnet Allinger die Aufarbeitung mit dem Harvester, weil sich 99,8 % der Unfälle bei der händischen Waldarbeit ereignen. „Jeder Baum, der mit dem Harvester geerntet werden kann, muss mit dem Harvester geerntet werden“, fordert Allinger.

LBG/Red.

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