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Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Brennholzbetrieb

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Brennholzbetrieb

Die Nachfrage nach Brennholz steigt immer weiter. Daraus ergibt sich ein zunehmender Konkurrenzdruck der Anbieter. Neben den vielen Hobby-Eigenwerbern, die Buchenkronen im Bestand aufarbeiten, gibt es immer mehr Nebenerwerbsbetriebe. Die Holzfachschule Bad Wildungen führte vom 29. November bis zum 4. Dezember unter dem Titel „Gescheites Brennholz“ eine Reihe von Fortbildungen für Arbeitnehmer in der Brennholzwirtschaft durch.
Ziel des Projektes „Gescheites Brennholz“ ist es, praxisorientierte Lehrgänge und Informationen für Arbeits- und Gesundheitsschutz, Trocknung und Feuchtebestimmung sowie Qualitätssicherung von Brennholz (hier: Scheitholz und stückiges naturbelassenes Industrierestholz) zu entwickeln. Die praxisorientierten Lehrgänge mit kurzem Theorieteil und umfangreichen Übungen dauerten jeweils zwei Tage und wurden in der Holzfachschule Bad Wildungen durchgeführt. Die Seminarreihe besteht aus drei Modulen: „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Brennholzbetrieb“, „Trocknung und Feuchtemessung von Scheitholz“ und „Normung, Messtechnik und Qualitätssicherung von Scheitholz“.
Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) hat sich im Rahmen eines Projektes mit Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Brennholzbetrieb beschäftigt. Dabei sind Gefährdungs- und Arbeitsbereichsanalysen entstanden. Im vom KWF erarbeiteten ersten Modul der Seminarreihe „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Brennholzbetrieb“ wurden anhand eines Beispielbetriebes praxisnah die Gefahren verdeutlicht. Mittels Gefährdungs- und Arbeitsbereichsanalyse wurde auf mögliche Gefahren an Maschinen, bei Fahrzeugen und Vorrichtungen im Brennholzbetrieb hingewiesen. Dabei wurde deutlich, dass es notwendig ist für jeden Einzelfall ablauforientiert eine Gefährdungsbeurteilung und Risikoanalyse durchzuführen. Fachleute aus dem KWF unterwiesen die Teilnehmer danach im Umgang mit Motorsäge, Sägespaltmaschine, Kran, Stapler und Trockner sowie im Manipulieren und Stapeln von Brennholz.
Das wachsende Marktsegment ist gekennzeichnet von den unterschiedlichsten Brennholzerzeugungsanlagen, von abenteuerlichen Eigenkonstruktionen bis hin zu voll rationalisierten Industrieanlagen. Insbesondere in kleinen und mittleren Nebenerwerbsbetrieben besteht Handlungsbedarf bezüglich der Arbeitssicherheit. Oft gibt es kein Gesamtkonzept und Kompromisse müssen gefunden werden. Ziel in allen Betrieben muss es sein, Arbeitsunfälle und berufsbedingte Erkrankungen zu vermeiden. Dafür hat das KWF Handlungsanweisungen und Checklisten erstellt.

Im Juni 2011 wird die Seminarreihen noch einmal wiederholt. Weitere Termine finden im Jahr 2012 statt.

 
Infos:

Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF)

 
KWF

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