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Vier Zahlen und ggf. ein dahinter folgender Buchstabe unter dem Hammer-Piktogramm geben die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Belastungen in dieser Reihenfolge an: briebfestigkeit (0-4), Schnittfestigkeit (0-5), Reißfestigkeit (0-4) und Durchstichfestigkeit (0-4). Je höher die Zahl, desto besser.

Arbeitshandschuhe: Auf die Schutzstufe kommt es an

Moderne Arbeitshandschuhe sind belastbar, langlebig, robust und bequem. Handschuhe aus schnitthemmenden Materialien verringern zudem das Verletzungsrisiko merklich. Die SVLFG rät deshalb bei der Auswahl zu Handschuhen mit der Schnittschutzstufe 3 oder C.

In genormten Tests müssen Schutzhandschuhe beweisen, welchen Belastungen sie Stand halten und wie gut sie vor Verletzungen schützen. Je nach Ergebnis erhalten sie eine Kennzeichnung, die den Käufer informiert, für welche Arbeiten sie sich eignen. Die Kennzeichnung ist auf dem Handschuh vermerkt. Arbeitshandschuhe mit der Schnittschutzstufe 3 (DIN EN 388) oder der Schutzstufe C (ISO 13997) sind eine gute Lösung für die meisten Arbeiten in Gärtnereien, im Garten- und im Landschaftsbau. So gekennzeichnete Handschuhe schützen vor Schnittverletzungen durch Messer oder andere Werkzeuge und vor Verletzungen an scharfen Kanten, Glasscherben, Splittern oder Blechen. Das Tastgefühl bleibt gut erhalten, weil die schnitthemmenden Stoffe kaum auftragen. Natürlich schützen aber auch diese Handschuhe nicht hundertprozentig. Gegen eine Motorsäge oder Heckenschere kommen sie zum Beispiel nicht an. Hier gilt: Beide Hände gehören an den Griff!

Manchmal besser ohne Handschuhe

Arbeiten, bei denen Handschuhe durch Maschinen, etwa eine Kreissäge, eingezogen werden könnten, müssen ohne Handschuhe ausgeführt werden. Zu groß ist die Gefahr, dass die ganze Hand erfasst wird.

Hautpflege nicht vergessen

Weil Hände in Handschuhen leicht schwitzen, ist es wichtig, vor und nach der Arbeit geeignete Hautschutz- und Pflegeprodukte zu verwenden, um die Haut gesund zu erhalten. Bei gepflegten Händen haben Risse und Pilzerkrankungen keine Chance.

Handschuhe mit Schnittschutz in der Praxis bewährt

Im Praxistest entfernte ein Teilnehmer mit einem scharfen Messer Dichtungsmasse aus 40 Fugen. Sein Ergebnis: „Es arbeitet sich mit diesen Handschuhen viel sicherer. Das Tastgefühl bleibt gut erhalten. Die Handschuhe passen gut und lassen sich leicht an- und auszuziehen.“

Schnittverletzungen ernst nehmen

Die meisten Schnittverletzungen gehen zum Glück glimpflich aus. Trotzdem sollten sie ernst genommen werden, weil sie dazu neigen, sich zu entzünden. Wer zu spät einen Arzt aufsucht, riskiert langwierige und schmerzhafte Nachbehandlungen.

SVLFG

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