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Arbeitsgericht bestätigt Klenk-Auffassung

Auch das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat am 15. Juni 2016 in zweiter Instanz der Auffassung der Klenk Holz AG Recht gegeben. Demzufolge dürfen die Streikenden vor dem Werk in Baruth nicht die Zufahrt blockieren und es damit insbesondere LKW und anderen Zulieferern nicht unmöglich machen auf das Werksgelände zu fahren. Das teilt die Klenk Holz AG mit.

„Wir begrüßen dieses Urteil und sind erleichtert, dass dank der gerichtlichen Klärung der reibungslose An- und Abtransport nun gewährleistet ist. Wir gehen davon aus, dass die IG Metall dieses Urteil auch befolgen wird“, sagt Dr. Markus Adams, Vorstandsvorsitzender der Klenk Holz AG.
Schon das Arbeitsgericht Potsdam hatte in einer einstweiligen Verfügung am 10. Juni 2016 festgestellt, dass Streikende die Zufahrt zum Werksgelände nicht durch sperrige Gegenstände blockieren dürfen. Die Klenk Holz AG behält sich vor, bei Bedarf weitere rechtliche Schritte einzuleiten oder Schadenersatz zu verlangen.
Die Verhandlungen mit der IG Metall werden seit gut 18 Monaten ohne wesentliche Annäherung geführt. Schon 2015 wurden die Löhne angehoben. Im Februar 2016 hatte die Klenk Holz AG der Gewerkschaft eine Erhöhung um 2,5 % im Rahmen eines Haustarifvertrags angeboten. Dies wurde von der IG Metall abgelehnt. Daraufhin hat der Vorstand für das Werk Baruth eine Gehaltserhöhung um 2,5 % per 1. März 2016 beschlossen und umgesetzt. Damit liegen die Steigerungen der Klenk-Mitarbeiter im Jahr 2016 deutlich über die tarifliche Vereinbarung im Bezirk Berlin/Brandenburg, der eine Erhöhung um 2 % per 1. Oktober 2016 vorsieht. Eine weitere Erhöhung um 2,5 % ist per 1. Januar 2017 angekündigt sofern sich die wirtschaftliche Lage gegenüber 2015 nicht verschlechtert. „Weitergehende Erhöhungen in diesem Zeitraum sind aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich“, betont Dr. Adams.
Seit fast drei Jahren betreibt der neue Eigentümer die Sägewerke der Klenk Holz AG. In einem wirtschaftlichen schwierigen Umfeld der Holzindustrie ist es gelungen, das Unternehmen zu stabilisieren und neu zu positionieren. Nach erneuten Verlusten im Jahr 2014 wurde 2015 ein leicht positives Ergebnis erreicht. An allen drei Standorten der Klenk-Gruppe wird investiert und die Technik erneuert, so zum Beispiel in Form des im laufenden Jahr fertiggestellten neuen Rundholzplatzes in Baruth. „Der Vorstand hat keinerlei Verständnis für die unverhältnismäßigen Forderungen der IG Metall, die nun auch noch mit illegalen Mitteln erzwungen werden sollen“, so Dr. Adams weiter.
Die Klenk-Gruppe zählt zu den fünf größten Säge- und Holzbearbeitungsunternehmen in Europa. Mit drei Werken und einer eigenen Forstdienstleistungsgesellschaft nimmt die Klenk Holz AG in der Branche eine führende Rolle ein. www.klenk.com
Klenk Holz AG

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