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Arbeitseinsatz für Auerwild im Hochschwarzwald

Wer bei einem Bergwaldprojekt mitmacht, leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Situation am Projektstandort. Nach der Zwangspause durch die Corona-Pandemie fand bis Anfang August, wieder ein Einsatz im Forstbezirk Hochschwarzwald statt. Hier wurde der Lebensraum für das seltene Auerwild gepflegt.

Nachdem das Bergwaldprojekt e. V. wegen der Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie fast vier Monate lang keine Projektwochen mit Ehrenamtlichen durchführen konnte, fand eine der ersten Einsätze im Forstbezirk Hochschwarzwald unweit der Stadt Triberg statt. Vom 19. Juli bis 1. August 2020 engagieren sich insgesamt 40 Ehrenamtliche für den Artenschutz in Triberg. In dieser Zeit sind die Freiwilligen mit dem Bergwaldprojekt e. V. im Einsatz im ForstBW Forstbezirk Hochschwarzwald. Ziele der Einsatzwochen sind, einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Situation am Projektstandort zu leisten und die Sensibilisierung für eine nachhaltige Lebensweise über die Projektwochen hinaus.

Lebensraumpflege des Auerwilds

Unter der Anleitung der von Jan Köhl und Simon Karrer vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie von Johannes von Stemm vom ForstBW Forstbezirk Hochschwarzwald werden die Teilnehmenden in den Wäldern rund um den Rohrhardsberg in der Nähe von Schonach wertvolle Lebensräume für das in den heimischen Wäldern seltene Auerwild pflegen sowie Offenhaltungsmaßnahmen auf Biotopflächen durchführen. Neben der praktischen Arbeit ist in allen Wochen auch jeweils ein Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die vielfältigen Aspekte des Waldes näher zu beleuchten und deren Bedeutung, nicht nur für den Menschen, besser verständlich zu machen.

Erhalt der Artenvielfalt

Untergebracht sind die Gruppen in eigenen Zelten. Die Wochen über kümmert sich ein Koch um die vegetarische, biologische und möglichst regionale und saisonale Verpflegung.

„Die Freiwilligen lernen in den Projektwochen die wichtigen Funktionen des Waldes und seine Artenvielfalt kennen und leisten einen ganz persönlichen Beitrag zu deren Erhalt. Wir freuen uns, dass die Zusammenarbeit mit dem Bergwaldprojekt in den neuen Forststrukturen in Baden-Württemberg und unter den derzeit schwierigen Voraussetzungen fortgeführt werden kann“, sagt Johannes von Stemm vom ForstBW Forstbezirk Hochschwarzwald über die Einsatzwochen.

Neue Beziehung zum Wald entwickeln

Simon Karrer vom Bergwaldprojekt e.V. fügt hinzu: „Indem sich die Ehrenamtlichen aktiv für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals auch neue Beziehungen zum Wald und zur Natur. Die freudvollen Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken sie darin, auch den ei-genen Alltag naturverträglicher, ressourcenschonender und somit nachhaltiger zu gestalten. Sie beteiligen sich damit aktiv am gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Welt, die dann vielleicht auch widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Krisensituationen ist.“

Infos: www.bergwaldprojekt.de

Quelle: Forst BW

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