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Apparatefreie Trocknung von Holzhackgut

Ein Trocknungsverfahren für Holzhackschnitzel, mit dem die geernteten Pappel- und Weidenhackschnitzel ohne zusätzlichen Energieaufwand getrocknet werden können, wurde anlässlich der LfULG-Fachveranstaltung „Energieholzernte in der Praxis“ in Köllitsch/Sachsen vorgestellt. Der Aufbau des von der TU Dresden entwickelten Trocknungsverfahrens wurde in einem Vortrag erläutert und praktisch demonstriert (Dr.-Ing. Joachim Brummack, TU Dresden, Institut für Verfahrenstechnik und Umwelttechnik). Die Erprobung von Ernte- und Trocknungsverfahren ist Bestandteil der Versuche, die das Lehr- und Versuchsgut zu schnellwachsenden Baumarten durchführt. Insgesamt wurden in Köllitsch auf 10 ha Versuchsfläche verschiedene Pappel- und Weidenarten angebaut.

Zum Aufbau des Trocknungssystems werden die frisch geernteten Hackschnitzel in einem Flachsilo aufgeschüttet. Luftkanäle mit Abzweigungen entlang der Silowände gewährleisten die Zufuhr von frischer Außenluft in das Hackschnitzel-Haufwerk. Biologische Abbauvorgänge im Inneren des Silos erwärmen die aufgeschütteten Hackschnitzel. Die erwärmte, feuchte Luft strömt anschließend durch einen senkrecht stehenden Abluftdom nach oben hinaus. Durch diesen Kamineffekt erfolgt die langsame, stetige Trocknung der Hackschnitzel.

SMUL

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