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Dieses Sensormodul wird in der Kabine auf den F10-Empfänger gesetzt. Es überwacht die Neigung in Längs- und Querrichtung der Maschine Foto: Unterreiner

Antikippsystem

Bei der Seilarbeit mit der Funkfernsteuerung muss der Rücker nicht nur auf die Last achten, die er gerade an den Forstweg zieht. Er muss auch den Schlepper im Blick behalten. Denn sollte sich der Stamm beim Beiziehen verklemmen, reißt die Seilwinde womöglich den Schlepper um. Das mag nur selten passieren, aber es haben sich in solchen Situationen schon Arbeitsunfälle ereignet. Um das auszuschließen, bietet die Firma Unterreiner jetzt eine Neigungsüberwachung für den Forstschlepper an. Voraussetzung ist die Verwendung einer Tajfun-Seilwinde, die mit der Funkfernsteuerung B&B F10 bedient wird.Das System überwacht beim Beizug des Holzes mit Hilfe eines kleinen Sensormoduls permanent beide Neigungsachsen der Maschine. Das Modul wird in der Kabine auf dem Empfänger der F10-Fernsteuerung angebracht und enthält für beide Neigungsachsen jeweils einen Dreh- und einen Beschleunigungssenor. Übersteigt die Schräglage in der Standardeinstellung in Querrichtung eine Neigung von 15° oder in Längsrichtung der Maschine von 25°, dann stoppt das System sofort den Seileinzug. Der Rücker kann die Sicherheitsabschaltung allerdings bei Bedarf übersteuern.Wer bei Unterreiner eine neue Tajfun-Seilwinde mit der B&B F10 bestellt, in dessen Funkempfänger hat der F10-Produzent Telenot bereits eine Schnittstelle für den Anschluss des Neigungsmoduls eingebaut. In dieser Version kostet das System 479 € ohne MwSt., wobei im Zuge der Markteinführung keine Kosten für die integrierte Schnittstelle berechnet werden. Es gibt außerdem eine Variante zum Nachrüsten für 559 € ohne MwSt. Bei ihr wird das Neigungsmodul mit einem Kabel und einem siebenpoligen Zwischenstecker mit der Seilwinde verbunden.

Oliver Gabriel
Ein Schlepper gerät beim seitlichen Beizug in die Kippe Foto: Unterreiner Dieses Sensormodul wird in der Kabine auf den F10-Empfänger gesetzt. Es überwacht die Neigung in Längs- und Querrichtung der Maschine Foto: Unterreiner

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