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Anpassung an den Klimawandel in Wäldern: Drei Forschungsprojekte gehen nach Eberswalde

Anpassung an den Klimawandel in Wäldern: Drei Forschungsprojekte gehen nach Eberswalde

Die Förderung von Maßnahmen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel und deren besondere Bedeutung für die Speicherung von Kohlendioxid sind die Grundlagen der Förderrichtlinie „Waldklimafonds“ der Bundesregierung. Für drei Projekte mit einem Fördervolumen von über 600.000 € hat jetzt das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) den Zuschlag erhalten.
  
Dazu Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger: „Der prognostizierte und auch bereits spürbare Klimawandel verursacht bei der Bewirtschaftung und dem Schutz des Waldes bereits heute eine hohe Unsicherheit in der Entscheidungsfindung. Durch das rasante Tempo des Wandels sind neue Planungswerkzeuge erforderlich, die nun entwickelt werden können.“
Aus fünf Schwerpunktfeldern werden ausgewählte Forschungsprojekte bis zu 75 % mit Bundesmitteln aus dem „Waldklimafonds“ gefördert. Das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde arbeitet zusammen mit den forstlichen Versuchsanstalten anderer Bundesländer in drei Forschungsverbünden und kann dazu 4,5 Vollzeitstellen für Forstwissenschaftler befristet neu besetzen.
Verschiedene Klima-Szenarien
In der Projektlaufzeit bis Ende 2016 soll unter anderem die Risikoabschätzung und Anpassung der Waldbewirtschaftung auf Basis digitaler Walddaten entwickelt werden. Dadurch soll eine präzise Schätzung der Waldentwicklung, der Waldproduktivität und der Kohlenstoffspeicherung unter verschiedenen Klima-Szenarien ermöglicht werden.
Ebenso soll eine Gefährdungsanalyse für die Wald-Kiefer und die heimischen Eichen-Arten ausgearbeitet werden, um Anpassungsstrategien für das steigende Potenzial von Schadorganismen im niederschlagsarmen Brandenburg zu entwickeln. Dies bei gleichzeitig zunehmenden Restriktionen hinsichtlich des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln.
MIL Brandenburg

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