ABO

Angespannte Rundholzlage im Osten Österreichs

Die Lage im Osten Österreichs ist derzeit sehr angespannt. Die Fichtenrundholz-Preise sind im zweiten Quartal 2019 nochmals gesunken, schlechte Qualitäten sind preismäßig bereits fast auf Faserholzniveau.

Kiefernrundholz ist derzeit das Sorgenkind in den Wäldern Ostösterreichs. Durch die anhaltende Trockenheit kommt es einerseits zu einem massiven Kiefernsterben, andererseits sind die Rundholzpreise nochmals gesunken bzw. ist Rundholz nur sehr schwer zu verkaufen. Die Sägewerke sind mit Fichten-Cx-Qualitäten als Kiefernersatz sehr gut versorgt.

Das Lärchenrundholz ist nach wie vor sehr gut nachgefragt. Bei allen Qualitäten bewegen sich die Preise auf hohem Niveau. Sollte die Trockenheit auch heuer den Wäldern zusetzen, wird bei der Lärche 2020 mit Trockenschäden gerechnet.

Buchenrundholz war in den guten Qualitäten mit entsprechenden Preisen gut absetzbar, schlechtere Qualitäten (Cx) bewegen sich nach wie vor auf Brennholzniveau.

Eichenrundholz ist nach wie vor allem in den besseren Qualitäten nachgefragt. Die Preise sind am Höhepunkt angelangt. Eine neuerliche Preissteigerung für das Einschlagsjahr 2019/2020 ist nicht mehr möglich. Die Qualitätsansprüche der Sägewerke wurden wieder strenger, die Übernahmen haben sich wieder an die Österreichischen Holzhandelsusancen angepasst.

Die Eschenpreise sind gegenüber dem vergangenen Jahr gleich geblieben. Aufgrund des Eschentriebsterbens wird es auch heuer ein massives Überangebot an Rundholz geben.

Fichtenschleifholz kann im Rahmen der Verträge abgefrachtet werden. Die anfallenden Mengen (Schneebruch/Windwürfe) aus den Gebirgsregionen werden nur sehr schwer in der Papierindustrie unterzubringen sein. Bei Kie/Fi/Ta-Faser- und Sekundaholz ist ein Überangebot am Markt.

holzkurier.com

Auch interessant

von