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Anforderungen an Holzwerkstoffe neu definiert

Anforderungen an Holzwerkstoffe neu definiert

Die Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) zieht die Schrauben fester: Vor wenigen Wochen hat sie ihre Anforderungen an Holzwerkstoffe neu definiert und damit deutlich verschärft.
Der erweiterte Anforderungskatalog soll sicherstellen, dass nur frisches und naturbelassenes Holz sowie Material ohne Belastung holzfremder Stoffe, verwendet werden darf.
Claus Seemann, bei der Pfleiderer Holzwerkstoffe GmbH für das Produktmanagement Trägerwerkstoffe zuständig, erklärt: „Im Wesentlichen verlangt die neue Richtlinie, dass kein Recyclingholz mehr zum Einsatz kommen darf. Eines der wenigen Produkte auf dem Spanplattenmarkt, das der neuen QDF-Richtlinie schon jetzt entspricht, ist unsere LivingBoard.“ Indem LivingBoard ausschließlich aus frischem oder naturbelassenem Waldholz bzw. Säge-und Industrierestholz hergestellt wird, erfüllt der PMDI-verleimte Klassiker von Pfleiderer bereits die zentrale Voraussetzung der Qualitätsgemeinschaft.
„Darüber hinaus müssen Holzwerkstoffhersteller für die Fertighausindustrie nun jährlich nachweisen, dass ihr Produkt einen Emissionswert von 1/3 E1 = 0,03 ppm nicht überschreitet“, fügt Seemann hinzu: „Als Nachweis wird alleine die Prüfkammermethode akzeptiert, die nur durch ein akkreditiertes Prüfungsinstitut durchgeführt werden kann.“ Dabei weise LivingBoard ohnehin sehr niedrige Emissionswerte auf,  „schließlich ist diese Platte Formaldehyd-frei verleimt“, so der Experte.
Dies muss Pfleiderer nach der neuen Richtlinie für den Fertighausbau nun jährlich belegen, verbunden mit einem Nachweis für Schwermetalle. „Darauf können sich unsere Kunden verlassen“, sagt Seemann: „Und damit sie auch nach dem 1. Januar 2014 gut versorgt sind, sobald die Richtlinie für alle Mitglieder der QDF bindend wird, stellen wir bis dahin unsere komplette Plattenproduktion für die Fertighausindustrie auf LivingBoard um.“
Pfleiderer

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