Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

Zum Anbau von Lärchen (Larix decidua Mill.) verschiedener Herkunft am Niederrhein

Quelle: Forstarchiv 78: 5, 166-174 (2007)
Autor(en): Wachter H

Kurzfassung: Nach einem Rückblick auf früheren Lärchenanbau im Klever Reichswald wird über Standort und Anlage eines 1960 begründeten Lärchenprovenienzversuches und seine weitere Entwicklung bis 2005 berichtet. Für die zum Anbau gelangten 25 Provenienzen, von denen zwei in sechsfacher Wiederholung vertreten sind, werden Beobachtungen zu den Ausfällen, insbesondere durch Sturm, sowie zur Stammzahlentwicklung und zu den Durchforstungsmengen mitgeteilt. Beim Durchforstungsanfall schnitten Polen-, Hybrid- und Japanlärchen am besten ab, am geringsten die Lärchen aus den Innen- und Südalpen. Für die einzelnen Provenienzen werden Spitzenhöhe und BHD aus den Jahren 1980 und 2005 sowie der Zuwachs, ferner Angaben zu den gegen-wärtigen Stammgrundflächen und eine Einschätzung der Stammformen mitgeteilt. Die besten Leistungen zeigten die Herkünfte aus den östlichen Verbreitungsgebieten (Sudeten, Tatra, Polen). Bezüglich der Stammform nahmen dagegen sowohl die Lärchen aus dem Wienerwald als auch die aus den Südkarpaten die Spitzenpositionen ein. Durch schlechte Form fielen Japanlärchen und eine Herkunft aus Polen auf. Lärchenkrebs wurde nicht beobachtet.Diskutiert werden das Anbaurisiko, das hier durch Sturm, möglicherweise auch durch Spätfrost besteht, ebenso die Rolle, die die Lärche als Gast-baumart am Niederrhein zu spielen vermag. Es wird die Bedeutung hervorgehoben, die der Kenntnis zweifelsfreier Provenienzen im Hinblick auf ihre Verwendung in der waldbaulichen Praxis zukommt.


Cultivation of larch (Larix decidua Mill.) of different provenances at the Niederrhein Region, Nordwest Germany

Abstract: After reviewing formerly planted larch stands in the forest district „Klever Reichswald”, north-west Germany, this report describes site conditions and the development of the 1960 founded larch provenance research experiment (Larix decidua).For this experiment 25 provenances were planted, each one on a plot of 0.1 ha, two of them on six plots.Since the start of the experiment the number of trees, the thinned tree volume and loss of trees, especially caused by wind throw, were recorded. Larch cancer was not observed.For every provenance top height, diameter in breast height, basal area of trees and increment were measured and stem form was evaluated both in 1980 and 2005. Thinning results were high for the provenances ‘Polen’-, ‘Hybrid’- and ‘Japan-Larch’ and low for ‘Innenalpen’ and ‘Südalpen’. Best stem forms were recorded for ‘Wienerwald’ and ‘Südkarpaten’, whereas ‘Japan’ and ‘Polen’ showed poor stem forms.Results of these experiments are discussed with a special focus on risk of late frosts, wind throw and how to deal with alien larch species in forest management. It is concluded that knowledge about different provenances is essential for best practices in forest management.

© DLV München

 

Auch interessant

von