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Mit drei verstellbaren Griffen lässt sich die Wippe bedienen. Die Scheitablage ist sehr praktisch. Foto: H. Höllerl

AMR: Solomat SIT 700 PE5

Brennholz machen ist bekanntlich einer der gefährlichsten Jobs die es gibt. Zunächst im Wald mit der Kettensäge arbeiten, dann Spalten und anschließend mit der Kreissäge ablängen. Das werden leider auch die Mitarbeiter der Berufsgenossenschaften bestätigen. Darum hat AMR Vogesenblitz nun eine sichere Säge entwickelt. Das Sägeblatt ist, anders als bei einer Wippsäge, ständig abgedeckt und man kann im Betrieb nicht an scharfe Zähne gelangen. Ein wirkliches Plus, denn die Routine eines langen Tages macht unvorsichtig. Damit die Säge funktionieren kann, muss das Holz hier selbsttätig nachrutschen. Aus diesem Grund ist die Wippe um 40° schräg geneigt und verfügt über einen cleveren Längsanschlag. Beim Befüllen rutscht das Holz auf den Anschlag und wird dann mit der Wippe zur Säge geführt. Hier sorgt ein Niederhalter dafür, dass sich das Scheit nicht verdreht und immer am Rücken der rundum geschlossenen Wippe anliegt. Praktisch ist die Holzablage, die in zwei Höhen angebracht werden kann. So kann einer dem Bediener zuarbeiten und die Sägeleistung nahezu verdoppeln.Der Längenanschlag lässt sich von 20 bis 52 cm in Zentimeterstufen einstellen. Praktisch: Jede Stufe rastet ein. So kann sich der Anschlag nicht unbewusst verstellen, wie dieses bei einer Klemmung passieren kann. Die Säge selbst hat ein 700er Blatt mit 42 Zähnen und wird von einem 7,5-kW-Motor über einen Doppelkeilriemen angetrieben. Mit der Kombimaschine ist auch ein Antrieb über Zapfwelle möglich. Aus diesem Grund ist der Solomat auch mit einer Bremse für das Sägeblatt ausgestattet. Schlau gelöst ist die Abschaltung für den E-Motor: Sobald der Schutz für den Zapfwellenstummel hockgeklappt wird, um die Gelenkwelle zu montieren, kann der E-Motor nicht mehr anlaufen.Das abgelängte Scheit rutscht auf das 5 m lange Förderband. Damit ist eine Überladehöhe von 3 m möglich. Das Band wird nach dem Ausschwenken per Seilwinde hydraulisch ausgefahren und gespannt. Das klappt gut. Etwas fummelig ist das Zusammenklappen, denn das Band muss ordentlich verräumt werden, damit man das ganze Gerät in Transportstellung bekommt. Das Förderband selbst besteht aus Segmenten, die durch die Mitnehmer verschraubt werden. So kann bei Verschleiß auch ein einzelnes Bandstück ausgetauscht werden.Weniger gefallen hat uns der Spanabfluss. Das obligatorische Gitter setzt sich schnell mit Holzstückchen zu. Anders als früher lässt sich das Gitter jedoch zum Reinigen demontieren. Dafür ist jedoch Werkzeug erforderlich.Sicherheit kann Spaß machen. Wir haben gerne mit dem Solomat gearbeitet. Die Bedienung ist einfach. Die Griffe an der Wippe lassen sich individuell in der Höhe verstellen. Der Längsanschlag funktioniert tadellos. Einen Ster Meterscheite haben wir 9?Minuten verarbeitet, dazu wurde dem Bediener das Holz auf die Ablage zugereicht. Gesägt wurde wieder auf 33 cm Länge.Eine sichere Säge, mit der sich gut arbeiten lässt. Dank Förderband kann auch auf einen Hänger oder in Behälter verladen werden. Mit einer solchen Schubladensäge lässt sich auf ergonomische Weise eine anständige Dauerleistung erzielen und dabei sehr sicher arbeiten.

Bedienzentrale mit Seilwinde und Hydraulikventilen zum Ausfahren und Antrieb des Förderbandes. Foto: H. Höllerl Der Niederhalter fixiert das Holz schön am Rücken der Wippe Foto: B. Feuerborn Mit drei verstellbaren Griffen lässt sich die Wippe bedienen. Die Scheitablage ist sehr praktisch. Foto: H. Höllerl

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