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Unter Anleitung von Hans Gwiasda (Mitte) pflantzten die Schülerinnen und Schüler: Alicia Schliwka, Maximilian Jung, Adrija Melnikaite, Nico Heumann (v.l.), verdeckt im Hintergrund: Falk Riedel.

Projekt Schulpflanzung im Landesverband Lippe

Am 3. Mai unternahmen 17 Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Detmold einen Ausflug zum Landesverband Lippe. Zum Abschluss ihrer Schulzeit ging ihr Wunsch, einen Baum zu pflanzen, in Erfüllung.

Im Waldgebiet Am Kupferberg in Detmold durften sie unter Anleitung von Förster Hermann Kaiser und den beiden Forstwirten Frank Lauhöfer und Hans Gwiasda selbst aktiv werden. „Seit dem Schuljahr 2016/17 läuft an unserer Schule ein Erasmus+-Projekt zum Thema „Wald“. Bei diesem kooperieren wir mit unserer finnischen Partnerschule Mertala aus Savonlinna. Im Rahmen dieses Projektes hatten Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse die Idee entwickelt, Bäume zu pflanzen“, berichtet Lehrerin Carina Grewe. „Sie sehen darin eine schöne Aktion zum Abschluss ihrer Schulzeit, aber auch einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz. Es ist großartig, dass ihr Wunsch heute und hier in Erfüllung geht.“

Erbguterhaltende Massnahme

Kaiser hatte zuvor ein passendes Areal für die Baumpflanzaktion ausgesucht, Lauhöfer und Gwiasda hatten junge Kiefern aus einem Waldgebiet am Donoper Teich ausgegraben, um diese am Kupferberg von den Schülerinnen und Schülern einpflanzen zu lassen. „Diese Kiefern sind einzigartig: Sie stammen aus dem Samen von rund 205 Jahre alten Kiefern, die am Donoper Teich wachsen und wahrscheinlich zu einer alten, ostwestfälischen Standortrasse gehören. Von dieser gibt es nicht mehr viele Vorkommen. Wir wollen ihr Erbgut unbedingt erhalten, auch, weil sie eine sehr gute Holzqualität aufweisen“, sagte Kaiser.

18 Bäume wurden gepflanzt

Die jungen Baumliebhaber folgten wissbegierig den Erläuterungen von Lauhöfer und Gwiasda und pflanzten dann selbst jeweils eine junge Kiefer. Dazu gehörte zunächst das Ausheben von Pflanzlöchern mit Wiedehopfhacke oder Hohlspaten. Dann folgte die Pflanzung wurzelnackter Pflanzen, bei der die Wurzeln vor dem Einsetzen der Bäume zu beschneiden sind, oder die Ballenpflanzung. Nach getaner Arbeit zogen die Schülerinnen und Schüler einmal kurz am Wipfel „ihres“ jungen Bäumchens, um so festzustellen, ob es fest und gut im Boden sitzt. Auch die Lehrerin pflanzte eine junge Kiefer, so dass am Ende 18 junge Bäume in das vorgesehene Areal eingebracht waren.

Landesverband Lippe

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