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Altholz bietet noch Potenzial

Altholz bietet noch Potenzial

Altholz bietet noch erhebliches Verwertungspotenzial. Von den etwa 7,9 Mio. t Althölzern, die jährlich in Deutschland anfallen, werden bisher nur 20 % stofflich aber 80 % energetisch verwertet. Das stellte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse), Eric Rehbock, beim 3. Altholztag des Verbandes Ende März heraus.
Die Tagung zeigte, dass sowohl die Qualität der Sortierung als auch die gesetzlichen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen zu mehr Recycling beitragen können.
Mehr Altholz einzusetzen macht nicht nur aus ökologischen sondern auch aus ökonomischen Gründen Sinn. Bei steigenden Holzpreisen und der zunehmenden energetischen Verwertung von Frischholz könne Altholz die entstandene „Holzlücke“ füllen, wie Dr. Steffen Körner (Glunz AG) darstellte. Der „Urban Forest“, müsse besser ausgeschöpft und im Sinne einer Kaskade ressourceneffizient genutzt werden.
Voraussetzung für eine effizientere Nutzung ist der Ausbau der Sortierung von Altholzsortimenten, insbesondere der stärker verunreinigten Altholzkategorien zwei bis vier, wie Peter Meinlschmidt (Fraunhofer Institut für Holzforschung WKI) deutlich machte. Um auch diese zu separieren, sollte die professionelle Sortier- und Sichtungstechnik, wie sie auch bei Altkunststoffen oder Altpapier Standard ist, in höherem Maße angewandt werden. Seine Forschungen haben gezeigt, dass so über 50 % des Altholzaufkommens stofflich nutzbar gemacht werden könnte.
bvse

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