ABO
Bei einer gemeinsamen Busexkursion wurden einige Naturschutzmaßnahmen, die an der Kleinen Aller umgesetzt wurden, besichtigt.

Aller-Projekt besteht sei 2012

Seit Ende 2012 ist die Aktion Fischotterschutz im Rahmen des Aller-Projektes im Einzugsgebiet der Aller aktiv. Bei einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung in der Brackstedter Mühle in Wolfsburg stellten die Helfer mit den Projektpartnern die Ergebnisse des Projekts nach sechs Jahre Laufzeit vor.

In der Projektlaufzeit waren die Mitarbeitenden des Aller-Projekts an 23 verschiedenen Fließgewässern tätig. Über 50 Naturschutzmaßnahmen, wurden an den Nebengewässern der Aller umgesetzt. Die Ziele des Aller-Projektes:

  • Revitalisierung der Fließgewässer
  • Vernetzung der Biotope
  • Unterstützung örtlicher Akteure bei Projektplanungen
  • Schwerpunktgewässer des Aller-Projektes

Besondere Schwerpunktgewässer waren hierbei die Kleine Aller im Landkreis Gifhorn / Stadt Wolfsburg, der Gohbach im Landkreis Verden und die Fuhse in der Region Hannover / Landkreis Peine. Mit vielen Maßnahmen wurden Fließgewässerabschnitte, Ufer und Auen entwickelt und Biotope miteinander vernetzt.

Schaffung von Lebensräumen

Durch Einbau von über 5.800 Tonnen Kies und 121 Totholzelementen wurden die Lebensräume für die Wasserlebewesen aufgewertet. Außerdem beseitigten die Helfer 12 Sohlabstürze, damit die Fische den Fluss wieder durchschwimmen können. Die Helfer legten 16 Feuchtbiotope für Amphibien an. Außerdem sicherten sie 12.700 qm Uferrandstreifen und pflanzten über 5.200 heimische Bäume und Sträucher, die das Gewässer beschatten und aufwerten.

Die Evaluation der verschiedenen Maßnahmen zeigt auf, dass die revitalisierten Gewässer von den Fischen angenommen werden und sich die Individuenanzahl und -dichte erhöht hat. „Die vielen Maßnahmen, die umgesetzt wurden, und die zahlreichen positiven Rückmeldungen, die wir bei der Evaluation des Projektes bekommen haben, zeigen, dass das Aller-Projekt sehr erfolgreich war. Der Erfolg war aber nur möglich, weil uns viele engagierte Akteure vor Ort unterstützt haben und wir so gemeinsame Erfolge erzielen konnten“, so Dr. Oskar Kölsch, Vorstandsvorsitzender der Aktion Fischotterschutz.

Das Aller-Mobil steht an 200 Tagen zur Verfügung

Um den Menschen die Bedeutung der Fließgewässer näher zu bringen, stand das Aller-Mobil zur Verfügung. An rund 200 Tagen war dieses fahrbare Gewässerlabor im Projektgebiet unterwegs. Über 4.100 Teilnehmer, Schüler und Erwachsene, konnten mit Watstiefeln und Kescher ausgerüstet, ihren heimischen Bach untersuchen und die Wasserlebewesen bestimmen.

Das „Aller-Projekt – Verbindung von Lebensräumen zur Erhöhung der biologischen Vielfalt“ ist ein Naturschutzprojekt der Aktion Fischotterschutz, das durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt sowie durch die Volkswagen AG gefördert wird. Ziel des Projektes ist es, die biologische Vielfalt an den Gewässern und Auen der Aller und ihrer Nebengewässer nachhaltig zu steigern. Dafür werden bis Juli 2018 Naturschutzmaßnahmen an den Gewässern umgesetzt und begleitende Umweltbildungsprogramme mit dem Aller-Mobil durchgeführt.

Unterstützt wurde das Projekt von den Partnern: Bundesamt für Naturschutz ,Volkswagen AG, Behörden, Unterhaltungsverbänden, Angel- und Naturschutzvereinen und freiwilige Helfer.

Alle umgesetzten Maßnahmen sind auch auf einer interaktiven Maßnahmenkarte verortet und beschrieben (www.aller-projekt.de).

Fischotterschutz e. V.
 

Bildergalerie

Auch interessant

von