Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Maximalfangzahlen des Schwammspinners (Lymantria dispar) in Südhessen in den Jahren 2011 und 2012. Dargestellt sind die jeweiligen Spitzenwerte nach Forstämtern.

Aktuelle Überwachung des Schwammspinners

Die Überwachung des Schwammspinners wird aktuell nur in hessischen Forstämtern durchgeführt, meldete die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) am 13. November. Vorrangig soll dort die Überwachung in lichten Eichen-/Roteichenbeständen ab Stangenholzalter bzw. in deren Nachbarschaft erfolgen. Die beteiligten Forstämter erhalten die Fallen und Köder zentral über die NW-FVA. In Südhessen wurden dazu 140 Fallengruppen (je 3 Fallen) an die Forstämter geliefert; sowohl 2011 als auch 2012 erfolgte eine Rückmeldung der Fangergebnisse für rd. 50% dieser Fallen.
Die Beurteilung der Entwicklung der Schwammspinnerpopulation in Südhessen stützt sich derzeit auf die Fangergebnisse von 52 Fallengruppen, die auswertbare Daten lieferten. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass aufgrund einer verspäteten Köderlieferung die Ausbringung der Pheromonfallen 2011 größtenteils erst Ende Juli erfolgte, z.T. sogar erst im August, was bedeutet, dass die Fangleistung 2011 systematisch zu gering abgebildet wird.
2012 wurden in 37 Fallengruppen die Maximalwerte des Vorjahres nicht erreicht. In 15 Fällen lag der Maximalwert einer Fallengruppe über dem Wert des Vorjahres, wobei die Steigerung jeweils nur gering war. Der Maximalfang 2012 wurde mit 675 Faltern/Falle in der Rfö. Bürstadt/Lorsch des Hess. Forstamtes Lampertheim erreicht, der mittlere Maximalfang/Falle betrug im Jahr 2012 nur 486 Falter/Falle. Im Vergleich dazu lag der mittlere Maximalfang 2011 noch bei 900 Faltern/Falle und der absolute Maximalfang bei 2.335 Faltern/Falle (Rfö. Hassloch, HFA Groß-Gerau). Daraus wird abgeleitet, dass die mittlere Dichte des Schwammspinners in Südhessen aktuell rückläufig ist.
 
NW-FVA

Auch interessant

von