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Aktuelle Hitzewelle in Deutschland – in Zukunft trifft es uns häufiger

Solche extremen Hitzetage wie derzeit es in Zukunft häufiger geben. Hinzu kommt eine steigende Anzahl extrem trockener Sommertage. Das ist das Ergebnis einer europaweit einzigartigen Studie, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Auftrag gegeben hat. Sie beruht auf der Auswertung von Wetterstationsdaten der letzten fünf Jahrzehnte sowie auf Klimamodellen, die Wetterveränderungen bis zum Jahr 2098 abbilden.
„Der Umgang mit den extremen Wetterlagen wird eine Herausforderung sein. Dank der Studie können wir besser einschätzen, was auf uns zukommt und so die richtigen Anpassungen vornehmen“, betont Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Hitze und Trockenheit wirken insbesondere auf den Ertrag in der Pflanzenproduktion wie z.B. Weizen und Futterpflanzen. Auch im Wald drohen Dürreschäden.
Landwirte haben allerdings vielfältige Möglichkeiten, sich an die veränderten Wetterlagen anzupassen und gegen Hitze und Trockenheit zu schützen. Auf vielen Betrieben ist ein entsprechendes Risikomanagement bereits heute Standard. Die Auswahl geeigneter Sorten und Anbaumaßnahmen können Ertragseinbußen reduzieren. Ein vielseitiger Feldbau, der das Risiko auf mehrere Kulturpflanzen verteilt, ist weniger anfällig gegenüber Extremwetterlagen. Darüber hinaus beteiligen sich Versicherungen und in besonders schweren Fällen der Staat am Risikomanagement.
Auch der Wald wird schon seit Jahrzehnten zu stabilen und strukturreichen Laub- und Mischwäldern umgestaltet. Dadurch verteilt sich das Risiko, die Wälder werden widerstandsfähiger.
„Trotz aller Anpassungsmöglichkeiten bleibt es das wichtigste Ziel der Bundesregierung, den Klimawandel und dessen Folgen insgesamt zu begrenzen“, betont Landwirtschaftsminister Schmidt.
Der Endbericht der Studie (Thünen Report 30, Agrarrelevante Extremwetterlagen und Möglichkeiten von Risikomanagementsystemen : Studie im Auftrag des BMEL; Stand 3.6.2015; Braunschweig: Johann Heinrich von Thünen-Institut, 317 S.) sowie weitere Informationen zum Forschungsprojekt sind unter http://www.agrarrelevante-extremwetterlagen.de zusammengestellt.
BMEL

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