Waldschutz

Aktuelle Borkenkäfersituation in Sachsen

Bearbeitet von Jörg Fischer

Der kühle, feuchte Frühling 2021 bescherte Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern fast optimale Rahmenbedingungen für die Waldschutzmaßnahmen zur Borkenkäferbekämpfung. Böden und Bäume sind gut mit Wasser versorgt. Das steigert auch die Abwehrkräfte der Bäume. Daher ist in Sachsen der Schadholzanfall in der Fichte durch frischen Stehendbefall trotz einer sehr hohen, überwinternden Populationsdichte des Buchdruckers bislang überschaubar.

Die 2020 eingeleitete Trendumkehr scheint sich für die Fichte also fortzusetzen. Bei der Kiefer und insbesondere im Laubholz nimmt das Schadgeschehen jedoch nicht ab. Viele, verstreut absterbende Einzelbäume sind weiterhin zu beobachten.

Wie entwickelt sich die Borkenkäferpopulation aktuell?

Auch wenn sich nunmehr das kühle, feuchte Frühlingswetter 2021 verabschiedet, war es doch ein entscheidender Baustein bei den Anstrengungen der Waldbesitzer in Sachsen zur Eindämmung der Borkenkäferkalamität. Die extrem große überwinternde Buchdruckerpopulation ist bei der Anlage der ersten Generation an den sich mit Harz wehrenden Fichten bisher nur wenig zum Zuge gekommen.

Angesichts der im Juni steigenden Temperaturen besteht die Aufgabe weiter darin, so zeitnah wie möglich den frischen Stehendbefall zu erkennen sowie konsequent, umfassend, rechtzeitig und großzügig zu sanieren.

Drohnenflug über den Picho im Lausitzer Bergland

Abgestorbene Wälder hinterlässt die Borkenkäferkalamität auch am Picho, einem Berg im Lausitzer Bergland. Das folgende Video verdeutlicht das immense Schadausmaß am Picho. Große Flächen werden verkahlen. Durch das Absterben dieses Waldgebietes können wichtige Waldfunktionen verloren gehen: Es drohen unter anderem Bodenerosion, Verlust des Hochwasserrückhalts und Beeinträchtigungen der Trinkwasserqualität. Nachfolgendes Video verdeutlicht das Ausmaß der Schäden am Picho:

Drohnenflug über den Berg Picho

Quelle: SBS