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Aktuelle Arealstatistik in der Schweiz

Die gegenwärtig laufende vierte Erhebung der Arealstatistik ist mittlerweile für knapp 66 % der Gesamtfläche der Schweiz abgeschlossen.

Die nun vorliegenden Resultate decken 21 Kantone und angrenzende Gebiete der West-, Zentral- und Nordschweiz ab. Sie erlauben statistisch gesicherte Aussagen zum Wandel der Bodennutzung über drei Zeitintervalle mit einer Gesamtdauer von 33 Jahren (1982 bis 1994, 1994 bis 2006 und 2006 bis 2015).

Siedlungsflächen entstehen auf Kulturland

Die Wachstumsrate der Siedlungsflächen im beobachteten Gebiet hat sich von 1,0 % pro Jahr in der Periode 1982 bis 1994 auf 0,8 % zwischen 1994 und 2006 und auf 0,7 % zwischen 2006 und 2015 abgeschwächt.

In 33 Jahren haben die Siedlungsflächen in der West-, Zentral- und Nordschweiz jährlich um durchschnittlich 1.983 ha zugenommen. Neue Siedlungsflächen entstanden zu 41 % auf Naturwiesen und Heimweiden, zu 35 % auf Ackerland, zu 16 % auf Obst-, Reb- und Gartenbauflächen sowie zu 2 % auf Alpwirtschaftsflächen. Insgesamt sind die Siedlungen somit zu 94 % auf Kosten des Kulturlandes gewachsen. Die restlichen 6 % entstanden größtenteils auf Wald-, Gehölz- und Gebüschflächen.

Wald auf ehemaligen Landwirtschaftsflächen

Die Landwirtschaftsflächen haben in den beobachteten Landesteilen von 1982 bis 2015 pro Jahr durchschnittlich um 2.320 ha abgenommen. Ihr Anteil an der Gesamtfläche sank von 44 % auf 41 %. Auf 80 % der verschwundenen Landwirtschaftsflächen entstanden Siedlungsflächen. Auf 20 % wuchsen Wald, Gehölze und Gebüsche. Diese Einwaldung fand vorwiegend auf Alpwirtschaftsflächen statt.

Red./Quelle: BFS

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