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Aktion der Thüringer Holzindustrie für den Landtag

Aktion der Thüringer Holzindustrie für den Landtag

Im Rahmen der bundesweiten Initiative HolzProKlima spendeten Thüringer Unternehmen und der Bundesverband der Säge- und Holzindustrie Deutschland (BSHD) dem Thüringer Landtag eine Holzbank, um auf die Bedeutung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung für Thüringen aufmerksam zu machen. Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU) nahm Holzbank und Würfel gemeinsam mit dem forstpolitischen Sprecher Egon Primas (CDU), sowie dem wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion Gerhard Günther in Empfang.

„Die vom BSHD gestiftete Holzbank erinnert uns Abgeordnete an den Waldreichtum Thüringens“, so die Landtagspräsidentin in Erfurt. „Mit einem Waldanteil von rund 33 Prozent an der Landesfläche gehört der Freistaat zu den waldreichsten Bundesländern der Republik. Als Arbeitgeber für rund 40.000 Bürgerinnen und Bürger ist die Forst- und Holzwirtschaft ein bedeutender Industriezweig für Thüringen und erzielt einen Umsatz von über 2 Mrd. Euro. Zugleich ist der Rohstofflieferant ‚Wald’ ein Hort der biologischen Vielfalt, ein Erholungsraum für Naturliebhaber und nicht zuletzt ein identitätsstiftendes Merkmal für viele Thüringerinnen und Thüringer. Vor diesem Hintergrund ist es an uns allen, das ökologische Erbe zu pflegen und zu erhalten.“

Die Thüringer Holzindustrie beheimatet einige der leistungsfähigsten deutschen Holz verarbeitenden Unternehmen, darunter das Laubholzsägewerk Pollmeier, Nadelholzsägewerke der Firmen Rettenmeier und Klausner sowie die Zellstofffabrik Rosenthal (ZPR), die jeweils durch leitende Mitarbeiter vertreten waren.

Neben der wirtschaftlichen Wichtigkeit betonte die Holzindustrie auch die klimapolitische Bedeutung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung: 105 Mio. t klimaschädliches Kohlendioxid werden jährlich bundesweit durch die Verwendung von Holzprodukten eingespart, immerhin 13 % der deutschen Treibhausgasemissionen. Daher hat sich der Freistaat Thüringen zum Ziel gesetzt, mindestens eine Million Bäume neu zu pflanzen. Auch soll das Mobilisierungsprojekt „Privatwaldförderung Thüringen“ weitergeführt werden, um die noch ungenutzten Potenziale im Kleinprivatwald dauerhaft verfügbar zu machen.

Die Holzbank steht in unmittelbarer Nähe zum Plenarsaal im Innenhof des Thüringer Landtags. Auf der Sitzfläche finden sich griffig formuliert die wesentlichen Aussagen zur wirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen, aber auch klima- und umweltpolitischen Bedeutung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung für Thüringen: „So können sich die Abgeordneten im wahrsten Sinne des Wortes ‚in aller Ruhe’ mit dem Cluster Forst & Holz im Freistaat beschäftigen“ beschreibt Lars Schmidt, geschäftsführender Vorstand im BSHD, die Intention der Aktion.

Zum Ausklang des „Internationalen Jahrs der Wälder 2011“ soll im Rahmen der von verschiedenen Verbänden und Unternehmen getragenen Initiative „HolzProKlima“ der Wald, aber auch die nachhaltige Verwendung von Holz stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und auch Politik gerückt werden: „Leider dreht sich die Diskussion in vielen Bundesländern mittlerweile nur noch um weitere Großschutzgebiete und flächigen Nutzungsverzicht. Mit der Initiative wollen wir vor allem auch wieder die positiven Aspekte des nachwachsenden Werkstoffs und Bioenergieträgers ‚Holz’ in den Mittelpunkt rücken“, so Schmidt weiter.

Die gelungene Aktion soll nun in weiteren Bundesländern umgesetzt werden.

BSHD

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