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Aktion für gemeinsame Revierbegänge in Bayern gestartet

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner will den Dialog zwischen Waldbesitzern und Jagdpächtern voranbringen: Er hat dazu jetzt in einer Gemeinschaftsaktion mit Bauernverband, Waldbesitzerverband und Jagdverband zur Durchführung regelmäßiger gemeinsamer Revierbegänge aufgerufen. „Meinungsverschiedenheiten zur Wald-Wild-Situation lassen sich am besten im direkten Gespräch vor Ort diskutieren und ausräumen“, sagte der Minister bei einem Waldbegang mit Vertretern der Verbände bei Viehhausen im Landkreis Regensburg.
Gemeinsame Revierbegänge seien deshalb ein wirksames Instrument, um maßgeschneiderte und von allen Beteiligten akzeptierte Lösungen zur Verbesserung der Verbissbelastung in den Wäldern zu finden. Dazu gibt es laut Brunner vielerorts keine Alternative, denn: „Nur mit angepassten Wildbeständen kann der Wald seine vielfältigen Aufgaben und Leistungen dauerhaft erbringen.“ Sinnvoll seien gemeinsame Revierbegänge aber auch bei der Entwicklung passgenauer Bejagungskonzepte für das Schwarzwild sowie bei revierbezogenen Maßnahmen zur Verbesserung der Wildlebensräume.
96 Prozent der sieben Millionen Hektar Landesfläche in Bayern sind Jagdfläche und damit Bestandteil von Jagdrevieren. Von den 11 300 Revieren sind rund 8 000 Gemeinschaftsjagdreviere im Eigentum mehrerer bzw. vieler Grundeigentümer. Sie sind jeweils in einer Jagdgenossenschaft zusammengeschlossen, die das Revier meist an einen einzelnen Jäger verpachtet hat. Die übrigen 2 300 Reviere sind Eigen- bzw. Staatsjagden. 
StMELF

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