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AgroForNet Praxisseminar „Holz – Brand – aktuell“

AgroForNet Praxisseminar „Holz – Brand – aktuell“

Am 2.4.2014 fand im Technologie- und Gründerzentrum Bautzen (TGZ) das Praxisseminar „Holz – Brand – aktuell – Perspektiven für Holzenergie im Landkreis Bautzen“ im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes AgroForNet statt.
Ziel des Seminars war, Chancen und Grenzen der energetischen Verwendung von Holz in Ostsachsen herauszuarbeiten.
 
Bei der Veranstaltung wurde das Buch „Holzwege in eine neue Landschaft?  – Perspektiven für holzige Biomasse aus der Sicht von Akteuren“ von den Autoren Kenneth Anders und Lars Fischer aus Eberswalde vorgestellt. Beispielhaft zeigen Sie die technischen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Erfahrungen verschiedenster Akteure bei der energetischen Nutzung von Holz.

Chancen und Grenzen

Nach dem Grußwort der Beigeordneten des Landkreises Bautzen, Birgit Weber, mit ermunternden Worten zur Nutzung von Holz folgten Vorträge von Prof. Dr. Albrecht Bemmann und Dr. Denie Gerold (Projekt AgroForNet), Lothar Lauer (Energieagentur Main-Tauber-Kreis) und Christian Schöne (AgroForNet Landratsamt Bautzen).
Bemmann und Gerold gaben mit ihrem Vortrag „Energetische Nutzung von Holz – Chancen und Grenzen“ Einblicke in Potenziale der Region sowie holzbasierte kommunale Wertschöpfungsketten, deren Chancen und Grenzen.
Lauer stellte Entwicklung und Inbetriebnahme eines Naturwärmekraftwerkes sowie weitere Initiativen zur Biomassenutzung vor. Er betonte die zentrale Bedeutung eines funktionierenden Stoffstrommanagements. Ferner stellte er die Aktivitäten der „Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber“ vor.
Schöne ging schließlich auf Entwicklung, Stand und Ausblicke für Holzenergie im Landkreis Bautzen ein. Beispielhaft wurden gelungen Beispiele wie die Umstellung der Oberschule Cunewalde auf eine Hackschnitzelheizung vorgestellt.
 
Podiumsdiskussion
Auf dem abschließenden Podium diskutierten der Buchautor Lars Fischer, der Leiter des TGZ Bautzen Prof. Dr. Jürgen Besold, das Vorstandsmitglied des regionalen Energieversorgers EWAG Kamenz Hans-Rüdiger Klein, der FBG-Geschäftsführer André Ransch und der Bürgermeister der Energiespargemeinde Hohendubrau Hans-Herrmann Zschieschank unter Leitung von Dr. Christoph Schurr, Leiter des Kreisforstamtes Bautzen.
Wegen der sehr unterschiedliche Perspektiven der Podiumsteilnehmer war die Diskussion sehr produktiv. Schwerpunkte waren die Erwartungen der Energieverbraucher in Bezug auf Holz, die entscheidenden Faktoren für den Erfolg bzw. Misserfolg von Holzenergieprojekten sowie die technischen, strukturellen und ökologischen Hemmnisse einer verstärkten energetischen Holznutzung.
Fazit
Als Ergebnis des Seminars konnte festgehalten werden, dass Holz nur als Teil eines breitgefächerten Energiemixes sinnvoll ist. Es kann sich dann dauerhaft als Energiequelle etablieren, wenn es gelingt, die Begeisterung für Holzenergie in einer Region nachhaltig zu wecken.
Probleme für größere Projekte liegen in erster Linie im dezentralen, kleinen Mengenanfall im kleinparzellierten Lausitzer Privatwald. Hinzu kommt eine ofts geringe Vernetzung der beteiligten Akteure.
Schließlich ist eine bessere Organisation der Stoffströme für den Projekterfolg notwendig: Vor allem kleine und mittlere Projekte bieten in dieser Region die Chance, die logistischen Hindernisse zu überwinden. Die Einbeziehung von Forstbetriebsgemeinschaften kann ein wichtiger Schritt zur Lösung sein.
Weitere Informationen zum Praxisseminar sowie die Vorträge der Referenten finden sich auf der Homepage der Energieagentur des Landkreises Bautzen (www.tgz-bautzen.de) Informationen zum Projekt AgroForNet sind auf der Projekthomepage unter www.energieholz-portal.de zu finden.
Markus Disztl/LRA Bautzen

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