15.05.2013Holzenergie | Holzenergie

Agrarholz-Akteure entwickeln Zertifikat für den Holz-Anbau

Auf der LIGNA 2013 in Hannover haben sich Agrarholz-Akteure aus ganz Deutschland getroffen (v.l.): Dr. Peter Hawighorst (Meo Carbon Solutions GmbH), Dr. Christian Schmidt (Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt), Imke HennemannKreikenbohm (NABU), Dr. Thomas Forstreuter (WestfälischLippischer Landwirtschaftsverband), Dr. Denny Ohnesorge (Deutscher Holzwirtschaftsrat), Dr. Heiko Hagemann (WaldZentrum der WWU Münster), Prof. Dr. Drs. h. c. Albrecht Bemmann (TU Dresden), Prof. Dr. Dieter Murach (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Miriam Sahl (DIN CERTCO), Prof. Dr. Andreas Schulte, Manuel Goerke und Susanne Bergmann (alle WaldZentrum) Foto: WaldZentrum, Mareike Erlenkötter
Auf der LIGNA 2013 in Hannover haben sich Agrarholz-Akteure aus ganz Deutschland getroffen, um die Kriterien eines Nachhaltigkeitszertifikats für den Anbau von Hölzern im Kurzumtrieb zu erarbeiten.
 
Durch das Zertifikat soll eine natur- und umweltgerechte, sozial verantwortliche und ökonomisch sinnvolle Anlage und Bewirtschaftung von Agrarholzflächen messbar bewertet und dokumentiert werden können. Maßnahmen bei der Bewirtschaftung, die über die Mindestkriterien der guten fachlichen Praxis einer nachhaltigen Landwirtschaft hinausgehen, werden damit kenntlich gemacht.

Somit soll das Zertifikat ähnlich wie die Kennzeichnung von BioProdukten Abnehmern und Öffentlichkeit als Entscheidungshilfe dienen.
Kriterien und Ansprüche
 
Das Zertifikat richtet sich an die Betreiber von Agrarholzflächen und Abnehmer der produzierten Dendromasse, die Wert auf eine natur und umweltverträgliche Rohstoffproduktion legen. Die Kriterien des Zertifikats orientieren sich an nationalen Regelungen, Anforderungen und Ansprüchen. Ähnlich wie bei der Zertifizierung von Forst- oder Landwirtschaftsbetrieben können die Betreiber von Agrarholzflächen durch das Zertifikat die Natur- und Umweltverträglichkeit ihrer Flächenbewirtschaftung dokumentieren und unabhängig überprüfen lassen. Dies führt zum einen zu einer positiven Außendarstellung der Betriebe, zum anderen aber auch zu Marktvorteilen, wenn wovon ausgegangen werden kann zukünftig im Energieholzbereich verstärkt zertifizierte Dendromasse nachgefragt wird.

Im Rahmen der Zertifizierung werden an die Flächenbewirtschaftung Anforderungen gestellt, die über die Regelungen der guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft hinausgehen. So wird es unzulässig sein, Kunstdünger einzusetzen, die Größe der Bewirtschaftungseinheiten wird beschränkt und eine Mischung verschiedener Sorten vorgegeben. Weiterhin werden bei der Erarbeitung der Kriterien die aktuellen Entwicklungen im Bereich des sogenannten Greenings (Kopplung der Direktzahlung an Ökologisierungsmaßnahmen in der Landwirtschaft) im Zuge der GAPReform verfolgt und berücksichtigt.

Entwickelt wird das Zertifikat vom Wald-Zentrum an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Gefördert wird das Vorhaben durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).
 
 
Das Wald-Zentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster umfasst den Lehrstuhl für Waldökologie, Forst- und Holzwirtschaft im Institut für Landschaftsökologie und das Internationale Institut für Wald und Holz NRW e. V.

Wald-Zentrum der WWU Münster

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