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Weltklimakonferenz: Abkehr von einer erdölbasierten Wirtschaft

Weltklimakonferenz: Ohne die nachwachsende Ressource Holz scheitert die Abkehr von einer erdölbasierten Wirtschaft

Anlässlich des Waldtags auf der Weltklimakonferenz COP 23 ruft die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) dazu auf, zur Begrenzung des weltweiten CO2-Anstiegs die Abkehr von der erdölbasierten Wirtschaft voranzutreiben. Holznutzung ist hierbei ein entscheidender Faktor, so AGR-Präsident Leonhard Nossol.

Die Bedeutung des Waldtags am 12. November 2017 wird unterstrichen durch die Eröffnung von Staatssekretär Jochen Flasbarth und dem Premierminister von Fidschi, Frank Bainimarama. Die holzverarbeitende Industrie begrüßt, dass Wald und Holz auf der internationalen Klimakonferenz ein so hoher Stellenwert eingeräumt wird. „Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen, die Chancen der Holznutzung für das Weltklima nicht ungenutzt zu lassen“, so Nossol. „Der deutsche Wald speichert derzeit über eine Milliarde Tonnen CO2 als Kohlenstoff im Holz der Bäume. Aber nur ein genutzter Wald kann den Klimaschutzbeitrag voll entfalten: Denn wenn Holz geerntet und in Produkten eingesetzt wird, bleibt der Kohlenstoff in den Produkten gebunden. Die Kreislaufwirtschaft z.B. durch die Verarbeitung von Altholz in Möbelplatten bindet den Kohlenstoff weiter. An die Stelle der geernteten Bäume treten neue, nehmen wiederum neues Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und speichern es.“

Nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe als Chance

Diese wichtige Klimaschutzleistung der Waldbewirtschaftung und Holzverwendung gilt es zum einen weltweit zu etablieren. Zum anderen muss hieraus auch regional der Impuls aufgenommen werden, wo möglich weitere Wälder aufzuforsten und die nachhaltige Waldbewirtschaftung in Deutschland zu erhalten. Flächenstilllegungen seien angesichts der globalen Herausforderungen der CO2-Reduktion daher genau das falsche Signal, erläutert Nossol. „Das Ende der fossilen Rohstoffe ist absehbar. Wenn wir nicht bald die nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe als Chance und nicht als Gefahr für Umwelt und Klima begreifen, wird die Weltgemeinschaft in ihren Klimaschutzbemühungen scheitern.“

 

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden der Rohholz verbrauchenden Branchen in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die AGR setzt sich für eine effiziente und nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz ein. Dabei tritt sie in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik sowie Forschung und Lehre, um die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die stoffliche Verwendung von Holz zu verbessern. In Kooperation mit der Forstwirtschaft engagiert sich die AGR für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die im Einklang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen steht.

Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher

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