Holzindustrie, -verbände

AGR zwischen Rohstoffsicherung und Waldstilllegung

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Am 26. Oktober fand die 35. Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR) im hybriden Format statt. Im öffentlichen Teil befasste sich ein Fachvortrag mit der Frage, wo künftige Waldstilllegungen erfolgen sollten.

Im Rahmen der 35. Mitgliederversammlung am vergangenen Dienstag wurde mit der Hanse-Pellet GmbH & CO KG offiziell ein weiteres Mitglied und gleichzeitig der erste reine Pellet-Produzent in der AG Rohholz begrüßt.

„Wir freuen uns über die erweiterten Kompetenzen in unserem Verband und sehen gleichzeitig, dass unser Fokus der Rohstoffsicherung in Zeiten von kontroversen politischen Entwicklungen immer wichtiger für die Unternehmen wird. Dazu zählen zunehmende Forderungen von Waldnutzungsverboten“, kommentiert Leonhard Nossol, Präsident der AGR.

Wald dort stilllegen, wo kaum genutzt wird

In einem Fachvortrag von Claudia Steinacker und Dr. Falko Engel (Nordwestdeutsche forstliche Versuchsanstalt, NW-FVA) wurde im öffentlichen Teil der Versammlung unter dem Titel „Wälder mit natürlicher Entwicklung in Deutschland – Status quo und Zukunftsaussichten“ das Projekt NWeos und die Thematik des Ausweisens unbewirtschafteter Waldflächen aus wissenschaftlicher Sicht beleuchtet.

Demnach seien zusätzliche Flächen mit natürlicher Waldentwicklung (NWE) vor allem dort sinnvoll, wo bereits jetzt kaum Holznutzung stattfindet. Die Wissenschaftler erhoffen sich von den Flächenbeobachtungen vor allem Hinweise auf die Waldentwicklung und mögliche Bewirtschaftungsformen im Klimawandel.

Holzkongress

Am Nachmittag startete dann die Präsenzveranstaltung des Deutschen Holzkongresses unter 3G+ Regelung. In den Vormonaten fanden u.a. mit dem „AGR Forum Rohstoff & Logistik“ bereits die Thementage mit Fachvorträgen im Online-Format statt. Für Teilnehmer mit dem entsprechenden Buchungspaket sind diese auch jetzt noch online abrufbar.

Quelle: AGR