Forstbetrieb

AGR: Stand der Digitalisierung im Cluster Forst und Holz

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Eine Umfrage von DFWR und AGR zur Verbreitung der Digitalisierung in der deutschen und österreichischen Forst- und Holzwirtschaft sollte Erwartungen und Hemmnisse des Clusters bei der Digitalisierung erfassen. So wurde ersichtlich, wo Aufklärungsbedarf besteht und Potenziale liegen.

Als Bestandteil des Projektes „Digitales Rohstoffmanagement in Mitteleuropa“ (kurz DRMdat) wurde eine Online-Umfrage unter der Federführung des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und der Arbeitsgemeinschaft Rohholz (AGR) zur Verbreitung der Digitalisierung in der deutschen und österreichischen Forst- und Holzwirtschaft durchgeführt. Nun wurden die zentralen Ergebnisse unter dem Titel: „Digitalisierung im Cluster Forst & Holz: Ein Branchenvergleich“ publiziert.

Chancen und Hemmnisse im Fokus

Besonders die Chancen, Hemmnisse und Effekte der digitalen Transformation standen im Fokus der Fragestellungen. Deutsche und österreichische Forstbetriebe, forstliche Lohndienstleister und das Rundholz verarbeitende Gewerbe wie etwa Sägewerke, Zellstoff- und Papierhersteller, Holzhändler, aber auch Handwerksbetriebe beteiligten sich an der Umfrage.

Insgesamt nahmen 256 Personen teil, darunter 205 Führungskräfte deutscher und österreichischer Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette. Die Ergebnisse der Befragung werden in Teilen mit der jährlich durchgeführten Trendstudie von Bitkom Research zum Stand der Digitalisierung in deutschen Unternehmen verglichen. So konnte aufgezeigt werden, wie sich die Forst- und Holzwirtschaft im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Lage verhält.

Nicht Geld, sondern Überzeugung fehlt

Eine wichtige Erkenntnis aus der Umfrage betrifft die Hürden zum Ausbau der Digitalisierung in den Betrieben: Anders als vielleicht vermutet ist die Finanzierung zur Etablierung digitaler Prozesse in den seltensten Fällen der Grund zur Ablehnung.

Vielmehr fehlt es auf mehreren Ebenen an der persönlichen Überzeugung der Entscheider. Lukas Freise, Geschäftsführer der AG Rohholz, kommentiert die Ergebnisse: „Ein Wandel im Cluster Holz und Forst ist abzusehen. Momentan scheint die generelle Akzeptanz der Digitalisierung noch von einer gewissen Trägheit in ihrer Umsetzung eingegrenzt zu sein. Eine rasant steigende wirtschaftliche Bedeutung des Themenkomplexes und ein starkes Verlangen junger digitalaffiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach modernisierten Prozessen verlangt jedoch nach einem entschiedenen Handeln von allen Akteuren.“

Das Projekt wurde von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördert.

Hier geht es zu den Umfrageergebnissen

Quelle: AGR