Forstpolitik

AGR-Positionspapier zur Rohstoffversorgung der Zukunft

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Im Hinblick auf den Klimawandel nimmt das Thema Wald eine immer bedeutendere Rolle in der Politik ein. Oftmals werde entsprechende Rohstoffpolitik dabei nicht mitgedacht, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR). Der Verband hat im Rahmen des Positionspapiers „Zukünftige Rohstoffversorgung“ eine Übersicht mit den rohstoffpolitisch wichtigsten Punkten erstellt.

Am 10. März veröffentlichte die AG Rohholz ein Positionspapier zur Rohstoffversorgung der Zukunft. Thematisiert wird, was die Unternehmen der Holzwirtschaft bewegt: Die langfristige Sicherung des Rohstoffes Holz für den Ausbau der nachhaltigen Bioökonomie in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Immer im Blick bleibe dabei der Einklang mit der Schutz- und Erholungsfunktion der Wälder.

Nadelholzanteile erhalten, auch mit alternativen Baumarten

Ein essentieller Punk des Papiers ist der Erhalt der Nadelholzanteile in den Wäldern. Denn der Großteil des bisher verwendeten Holzes ist Nadelholz. Dies könne aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften auch in Zukunft nicht im selben Maße durch Laubholz ersetzt werden. In diesem Zusammenhang wird auch der Waldumbau thematisiert: Klimaangepasste Mischwälder, die ein hohes Nutzungspotenzial ausweisen sind aus Sicht der AGR zukunftsweisend. Dabei dürfe vor dem Hintergrund der waldbaulichen Herausforderungen des Klimawandels auch die Herkunft der Baumarten kein Ausschlusskriterium für ihren Anbau darstellen, wenn diese ansonsten für den Standort geeignet sind.

Absage an Flächenstilllegung

Nicht zuletzt findet sich die Position zum Nutzungsverbot von Waldflächen: „Das beliebte Narrativ, ein vermeintlich „naturnaher“ Wald würde unter Verzicht auf die Holznutzung die Biodiversität stärken, ist zwar durch zahlreiche Studien ausreichend widerlegt worden, findet sich aber weiterhin in den Agenden vieler Naturschutzverbände und findet darüber auch seinen Weg in die Politik. Obwohl der (bewirtschaftete) Wald bei der Indikation von Biodiversität seit Jahren die besten Werte aller Flächenarten liefert, glaubt man oft der Natur durch immer mehr Nutzungsverbote einen Gefallen zu tun,“ kommentiert Lukas Freise, AGR-Geschäftsführer.

Hilfe für politische Entscheidungsträger

Das Papier diene als Hilfe für die Entscheidungsträger der Politik in Bund und Ländern sowie bei der Neugestaltung der Bundeswaldstrategie 2050, den Waldbauprogrammen der Länder und den Überlegungen zur Biodiversitätsstrategie.

Das AGR-Positionspapier „Zukünftige Rohstoffversorgung“ als pdf-Version finden Sie hier.

Quelle: AGR