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Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer

AGDW: Wald leistet zentralen Beitrag zum Klimaschutz

Alle Baumarten leiden unter der Trockenheit und den fehlenden Niederschlägen. Um den Wald in Deutschland erhalten zu können, sind klimaresistente Baumarten lebensnotwendig. Ein Kommentar der AGDW – Die Waldeigentümer zum Zehn-Punkte-Papier des BUND.

Der BUND hat am 24. Juli ein Zehn-Punkte-Papier zum Thema Klimawandel und Waldumbau vorgestellt. Darin stellt der Verband seine Forderungen zum Umgang mit den Wäldern angesichts der Wetterextreme vor. Die Analyse und die Forderungen gehen an den Realitäten der aktuellen Katastrophe, wie wir sie zurzeit in den Wäldern in Deutschland erleben, vorbei, so die Kritik der Waldeigentümer. „Der Wald leidet unter der Trockenheit und den fehlenden Niederschlägen“, sagte Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW, „die Wasserspeicher sind aufgebraucht.“ Die Folge seien Sekundärschäden wir die Massenvermehrung von Schädlingen und das Vertrocknen ganzer Waldflächen. „Unsere Wälder sind aufgrund der anhaltenden Trockenheit in diese Krise geraten.“

Alle Baumarten sind betroffen

Auch machte von der Marwitz deutlich, dass alle Baumarten betroffen sind – Laub- wie Nadelbäume. „Die Hitzewelle macht vor keiner Baumart halt: In manchen Teilen Deutschlands gebe es ein Buchensterben, in einigen Regionen werde der Ahorn, die Esche oder die Eiche angegriffen, in anderen wiederum vertrocknen Kiefern oder Fichten. Auch Mischwälder fallen dem Klimawandel zum Opfer.“ Welche Baumarten angesichts der Wetterextreme resistenter sind, hängt von den regionalen Gegebenheiten ab. „Es darf hier keine ideologischen Blockaden geben“, forderte von der Marwitz, „der Wald ist in größter Not: Angesichts des Klimawandels muss es zuerst darum gehen, welche Baumarten den Wetterextremen standhalten.“ Daher sei es für den Walderhalt lebensnotwendig, klimaresistente Baumarten in den Waldbau einzubeziehen. „Der Mensch stellt sich etwa im Hausbau auf zunehmende Hitzewellen ein, das gleiche muss für den Waldbau gelten.“

Auch kritisierte der AGDW-Präsident, dass der Beitrag des Waldes als Klimaschützer ausgeblendet werde. Schließlich sind der Wald und sein Rohstoff Holz größter Speicher von CO2. Das Cluster Forst & Holz speichert jährlich über 127 Mio. t CO2. Das sind rund 14 % des jährlichen CO2-Ausstoßes der deutschen Volkswirtschaft. Der Beitrag, den der Wald und die nachhaltige Waldbewirtschaftung zum Klimaschutz leisten und mit (Wieder)bewaldungsmaßnahmen künftig leisten können, wird ausgespart. „Der Wald muss in die Erarbeitung eines Gesetzes zur Erreichung der Klimaziele einbezogen werden“, betonte von der Marwitz, „nur so kann es einen wirksamen Klimaschutz geben“.

Stilllegung von Wäldern ist kontraproduktiv

Auch die weitere Stilllegung von Wäldern sei kontraproduktiv, da gerade das Baumwachstum und die nachhaltige Waldpflege zum Klimaschutz beitragen. Schließlich fungiere der Wald erst auf diesem Wege als erfolgreicher CO2-Speicher. Auch weisen die Wälder in Deutschland laut dem jüngsten Indikatorenbericht „Artenvielfalt und Landschaftsqualität“ des Bundesamtes für Naturschutz ein hohes Maß an biologischer Vielfalt auf. Sie beherbergen die meisten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten innerhalb Europas. „Das ist eine Nachricht, über die wir uns sehr freuen, da das Ökosystem Wald die Basis ist für unsere nachhaltige Waldbewirtschaftung“, sagte von der Marwitz.

Zudem wird der ökologische Rohstoff Holz nur in bewirtschafteten Wäldern produziert. „Wir benötigen Holz für den Haus- und Möbelbau“, so der AGDW-Präsident weiter. „Wenn das Holz in Deutschland produziert wird, stammt es aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Wertschöpfungskette.“ Wer Wälder aus der Bewirtschaftung nimmt, stärkt Importe aus Ländern, die sich nicht immer am Nachhaltigkeitsprinzip orientieren.

Quelle: AGDW

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