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AGDW zur Übergabe der Waldstrategie 2020 in Sachsen-Anhalt

AGDW zur Übergabe der Waldstrategie 2020 in Sachsen-Anhalt

„Deutschland ist das wichtigste Waldland in Europa und muss sich daher intensiv mit aktuellen Problemen auseinandersetzen, die gerade dem Wald eine besondere politische Bedeutung zukommen lassen. Dabei sind die Sicherung seiner vorhandenen Holzressourcen, seine klimaschützende CO2-Speicherfunktion, seine wirtschaftliche Bedeutung mit 1,2 Mio. Arbeitsplätzen und einem Umsatz von 170 Milliarden im Cluster Forst und Holz und nicht zuletzt seine Erholungsfunktion nur ein paar der vielen Themenbereiche,“ erklärte Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der AGDW, anlässlich der Überreichung der Waldstrategie 2020 an die Umweltministerkonferenz in Wernigerode.
„Mit Unverständnis und größter Sorge beobachten die Waldbesitzer daher Strömungen – gerade der Umweltpolitik – die die wertvollen Erfahrungen der nachhaltigen Forstwirtschaft zugunsten überholter Ideologien über Bord werfen wollen“, so zu Guttenberg weiter. Sachverstand und Verantwortung gingen über modische, aber hohle Schlagworte. Das wichtigste Ziel müsse weiterhin die nachhaltige Waldbewirtschaftung sein. Einzelinteressen und deren Auswüchse gefährden die vielen Waldfunktionen für die Gesellschaft. „Schon heute stehen große Flächen unter Schutz und können nur noch eingeschränkt ihre gesellschaftlichen Funktionen wahrnehmen. Das ist in Zeiten aufkommender Holzknappheit und einer Energiewende indiskutabel.“
Wald und Forstwirtschaft könnten und müssten nicht nur einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zur Beschäftigung und letztendlich zur Energiewende leisten. Um diese wichtigen Aufgaben wahrnehmen zu können, benötigten die deutschen Waldbesitzer die Entwicklung eines ideologiefreien Leitbildes für den Wald der Zukunft.
AGDW

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