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Zwei Millionen Waldeigentümer sind eine starke Stimme in Deutschland

AGDW-Präsident begrüßt Etaterhöhung für nachhaltige Waldbewirtschaftung

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat jetzt die Bundesmittel für das kommende Jahr 2017 im Bereich der nachhaltigen Waldbewirtschaftung erhöht. Dies teilte gestern der Bundestagsabgeordnete und zuständige Berichterstatter Cajus Caesar mit.

„Die nachhaltige Waldbewirtschaftung ist vor dem Hintergrund des Klimawandels mit vielen Herausforderungen konfrontiert“, sagte der Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, Philipp zu Guttenberg. „Vor diesem Hintergrund leistet die Erhöhung des Etats eine große Unterstützung für die Bereiche Forschung und Waldbildung.“ 
Der Präsident bedankte sich für das Engagement und den Einsatz von Cajus Caesar. Dieser setze sich bereits seit vielen Jahren mit viel Sachverstand und Kompetenz für die nachhaltige und multifunktionale Waldbewirtschaftung ein.
Für zu Guttenberg ist gerade die Schaffung von zehn neuen Stellen für den Forstbereich im Thünen-Institut eine besonders positive Nachricht: Sowohl die Klimaschutzleistungen unserer Wälder als auch die wissensbasierte Naturschutzdebatte sollen damit unterlegt werden. „Damit werden Kernthemen unserer Branche in den Fokus genommen: die Anpassung der Waldbewirtschaftung an die Auswirkungen des Klimawandels sowie die Entwicklung faktenbasierter Konzepte für die Naturschutzdiskussion“, so der AGDW-Präsident.
„Der Ausbau der Forschung in diesen Bereichen ist dringend nötig für die großen Trendthemen.“ Dazu zähle im Waldbau die Anpflanzung von Baumarten wie der Roteiche oder Douglasie, die den Auswirkungen des Klimawandels – wie zum Beispiel Trockenheit und Stürmen – gewachsen sind. Auch die Schaffung weiterer Stellen im Julius-Kühn-Institut auf dem Gebiet der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln sei ein wichtiges Signal: „Klimawandel und Trockenheit bringen neue Schädlinge hervor, die im Notfall nur mit Chemie bekämpft werden können.“ Zu Guttenberg verwies darauf, dass der Einsatz von Pflanzenschutz im Wald minimal sei und aus Sicht der Waldeigentümer als letztes Mittel eingesetzt werde, um die Bäume vor dem Kahlfraß zu schützen.
Außerdem begrüßte der Präsident die Mittelerhöhung im Bereich der Waldbildung und -pädagogik. „Auch hier ist die Investition absolut sinnvoll. Da die Mehrzahl der Kinder fern von Wald und Natur aufwächst, ist es mehr als notwendig, ihnen sowohl die Vielfalt und Funktionen des Waldes als auch Baumarten und Tierwelt zu vermitteln.“
 
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
AGDW - Die Waldeigentümer

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