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AGDW kritisiert Straftaten von Greenpeace im Spessart

„Der Diebstahl von etwa 1.600 Douglasienbäumchen im bayerischen Spessart durch Greenpeace Aktivisten überschreitet die Grenze der Legalität und ist eine Straftat“, so Philipp zu Guttenberg, Präsident der Deutschen Waldbesitzerverbände (AGDW): „Greenpeace verstößt dabei ganz bewusst gegen Eigentumsrechte. Wer mit solchen Methoden arbeitet, ist für mich kein „Waldschützer“, sondern ein ideologisch agierender Ökoterrorist! Jetzt sind Staatsanwaltschaft und Gerichte gefordert!“

Diese Greenpeace-Aktion im Spessart, so Guttenberg, missachte nicht nur bestehende Gesetze und Vorgaben, die die Bayerischen Staatsforste einzuhalten haben, sondern blende vor allem die Realität des Klimawandels aus. Die Fähigkeit der Douglasie, sich auch in Trockenperioden entwickeln zu können, prädestiniere sie für eine Verwendung vor dem Hintergrund des Klimawandels. Guttenberg betonte, die Entscheidung Bayerns, Mischwälder zu schaffen und hierfür auf einen bemessenen Douglasien-Anteil zu setzen, sei vor dem Hintergrund von Klimawandel und Energiewende „klug und plausibel“, zumal im Spessart mit den Douglasien in den letzten vier Generationen gute Erfahrungen gesammelt wurden.
 
Im Übrigen sei die Greenpeace-Behauptung, die im Spessart vorgesehene Anpflanzung von Douglasien verstoße gegen EU-Recht, „wieder einmal rechtlich nicht haltbar und ausgemachter Blödsinn“, so zu Guttenberg weiter. Gemeinsames Ziel und Daueraufgabe aller Waldbesitzer bleibe, für den Wald von morgen, standortgemäße Baumarten auszuwählen, die für naturnahe, gesunde, leistungsfähige und stabile Wälder sorgen können.
 
„Wer – wie Greenpeace-Aktivisten im Spessart – bewusst gesetzeswidrig handelt, darf nicht noch durch über den Gemeinnützigkeitsstatus akquirierte und damit steuerlich privilegierte Spenden unterstützt werden,“ erklärte zu Guttenberg abschließend.
 

 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
AGDW

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