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Afrikanische Schweinepest ist Thema der Agrarministerkonferenz

Die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union steht in dieser Woche im Mittelpunkt einer Sonderkonferenz der Agrarministerinnen und Agrarminister von Bund und Ländern am 18. Januar 2018 in Berlin. Weiteres Thema ist der drohende Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest.

Bereits ab dem 17. Januar 2018 tagt die Amtschefkonferenz der zuständigen Ressorts in der nordrhein-westfälischen Landesvertretung in Berlin zur Vorbereitung der Agrarministerkonferenz (AMK). Die GAP wird auch eines der politischen Themen der Internationalen Grünen Woche sein, die ebenfalls am Abend des 18. Januar 2018 eröffnet.

Die Vorsitzende der Konferenz, Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking, sagte im Vorfeld der ersten Sondersitzung: „Das gemeinsame Ziel von Bund und Ländern ist eine umweltverträgliche, zukunfts- und wettbewerbsfähige Landwirtschaft“. Schulze Föcking strebt die Verabschiedung gemeinsamer Eckpunkte für eine Ausgestaltung der europäischen Agrarpolitik nach 2020 an.

Gemeinsames Vorgehen gegen Afrikanische Schweinepest

Ein koordiniertes und abgestimmtes Vorgehen von Bund und Ländern ist auch zur Verhinderung einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erforderlich. „Das für Menschen ungefährliche Virus ist eine ernste Bedrohung für die Tiere und für die Fleischwirtschaft in Deutschland. Es ist für Wildschweine und für Hausschweine hochansteckend und tödlich, ein Impfschutz ist nicht möglich. Im Falle eines Seuchenzuges drohen hohe wirtschaftliche Schäden“, sagte die AMK-Vorsitzende Schulze Föcking. In den zurückliegenden Wochen habe es intensive Konsultationen auf Länderebene gegeben, um abgestimmte Präventions- und auch Notfallmaßnahmen zu vereinbaren, die dann greifen sollen, wenn ASP bei einem Haus- oder Wildschwein nachgewiesen wird.

Da die Reduktion von Wildschweinbeständen durch intensive Bejagung das Seuchenrisiko erheblich senkt, hatte unter anderem Nordrhein-Westfalen die Schonzeiten für Schwarzwild aufgehoben bzw. stark eingeschränkt. Weitere Maßnahmen werden zurzeit geprüft. „Da der Erreger der Krankheit nicht nur über Wildschweine, sondern auch über Kleidung, Autoreifen, Nahrungsmittel wie z.B. ein einfaches Wurstbrot übertragen werden, appelliere ich an Reisende, Fernfahrer, Jäger und Tierhalter, sich so zu verhalten, dass eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindert wird. So sollte zum Beispiel auf Jagdreisen in die aktuellen Ausbruchsgebiete Osteuropas bis auf weiteres verzichtet werden“, sagte Schulze Föcking.

MULNV NRW

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