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Afrikanische Schweinepest (ASP)

Die polnischen Behörden haben dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) acht weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) innerhalb der bestehenden Restriktionszone in Polen gemeldet. Zwei der viruspositiven Kadaver liegen 32 respektive 21 km von der deutschen Grenze entfernt, so das BMEL am 2. Januar.

Aufgrund der neuen Entwicklung in Westpolen hat das Friedrich-Loeffler-Institut /Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit seine Risikobewertung zur ASP am 23.12.2019 aktualisiert (www.fli.de).

Am 13.12.2019 fand ein deutsch-polnisches Treffen auf Ebene der Amtsveterinäre statt. Ziel des Austausches zwischen Polen und Deutschland ist es, ein Übereinkommen zur technischen Koordination der ASP-Prävention, Bekämpfung und Tilgung zu treffen.

Vereinbart wurden u.a. die folgenden Punkte:

  • Auf beiden Seiten der Grenze werden Risikozonen von mindestens 8 bis 15 km eingerichtet, in denen die Jagd so ausgeübt werden sollte, dass dadurch keine Intensivierung der Wildschweinbewegungen herbeigeführt wird (geeignet wären z.B. Fallenjagd oder Ansitzjagd).
  • Der Austausch von Daten zwischen dem Friedrich Loeffler Institut – Bundesinstitut für Tiergesundheit und dem Nationalen Veterinärinstitut in Pulawy wird intensiviert.
  • Aspekte einer gemeinsamen Jagdstrategie auf beiden Seiten der Grenze wurden diskutiert. Diese sollen unter Berücksichtigung der nationalen Rechtsvorgaben und Bedingungen weiter ausgearbeitet werden.
  • Die Arbeitsgruppe empfiehlt, dass die Jagdorganisationen beider Länder beim Wildschweinmanagement in den Risikogebieten noch stärker zusammenarbeiten.

Das nächste Treffen wird im Januar 2020 in Warschau stattfinden, dann auf Ebene der Chef-Veterinäre beider Länder.

Red./BMEL

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