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Änderungen des GAK-Rahmenplans 2011 beschlossen

Der Planungsausschuss für Agrarstruktur und Küstenschutz (PLANAK) hat das Änderungspaket für den Rahmenplan 2011 der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) beschlossen. U.a. wird es bessere Konditionen bei forstwirtschaftlichen Maßnahmen geben. Der aus den für die GAK zuständigen Ministerinnen und Minister bzw. Senatorinnen und Senatoren des Bundes und der Länder bestehende PLANAK hat zum Thema Forst folgende Änderungen vorgenommen:
  • Über die bestehende Förderung des Einsatzes von Rückpferden (5 Euro je Kubikmeter Holz) hinaus können auf sensiblen Waldstandorten künftig andere umweltverträgliche Holzernteverfahren gefördert werden, zum Beispiel die Holzernte mit Hilfe von Seilkrananlagen mit bis zu 25 Euro je Kubikmeter.
  • Die überbetriebliche Zusammenfassung des Holzangebotes wird künftig auch bei den forstwirtschaftlichen Vereinigungen gefördert (bisher nur bei Forstbetriebsgemeinschaften). Kosten der Geschäftsführung sind künftig auch bei einer wesentlichen Erweiterung eines anerkannten forstwirtschaftlichen Zusammenschlusses förderfähig.
  • Als wesentliche Erweiterung gilt die Zunahme der Fläche des forstwirtschaftlichen Zusammenschlusses um mindestens 30 Prozent oder 300 Hektar. Das so genannte Kombinationsmodell (Zuschuss zu den Geschäftsführungskosten und Mobilisierungsprämie) wird bis 2013 verlängert.
  • Unterstützt werden Maßnahmen für die Revitalisierung der Wälder (Waldkalkung) künftig auch im Kleinprivatwald. Das entsprechende 2010 ausgelaufene Modellvorhaben, mit dem die Waldkalkung auf den meistens kleinparzellierten Flächen zu 100 Prozent gefördert wurde, ist somit in die Regelförderung der GAK überführt worden.
Eine detaillierte Beschreibung der beschlossenen Änderungen sowie Arbeitsfassungen der geänderten Förderungsgrundsätze des GAK-Rahmenplans 2011 werden in den nächsten Tagen auf den Internetseiten des BMELV (www.bmelv.de) veröffentlicht.
Die Beschlüsse des PLANAK werden über die Nationale Rahmenregelung bei der EU-Kommission notifiziert. Soweit eine EU-Mitfinanzierung der geänderten GAK-Maßnahmen angestrebt wird, müssen die Länder sie in ihre ELER-Programme zur ländlichen Entwicklung einbauen. Nach Einreichung der Programmänderungsvorschläge bei der Europäischen Kommission können die Länder die geänderten Maßnahmen vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kommission bereits anwenden.
BMELV

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