ForstBranche Forstpolitik

Änderung des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg

Bearbeitet von Martin Steinfath

Am 6. Oktober hat der Landtag von Baden-Württemberg über das Änderungsgesetz zum Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg abgestimmt. Der Landeswaldverband begrüßt das im Gesetzesentwurf enthaltene Bekenntnis zu einer Stärkung der heimischen Wälder als natürliche Kohlenstoffspeicher. Gleichwohl werde der Wald und seine Bewirtschaftung nicht ausreichend durch die Klimaschutzgesetzgebung gewürdigt. Hängt der Wald also in der Luft?

In der Debatte war zwar vom Wald die Rede, jedoch nicht von der Branche, die ihn bewirtschaftet. Diese steht derzeit durch das Emissionsreduktionsziel der EU bis 2030 stark unter Druck, da alle Sektoren, einschließlich der Landnutzung (z.B. Waldwirtschaft), einen Beitrag zur Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen leisten müssen. Dazu muss sich die Landesregierung positionieren, fordert der Landeswaldverband Baden Württemberg e.V.

Erwartungen des Landeswaldverbandes

Der Verband erwartet von der Landespolitik, dass sie bei zukünftigen Änderungen am Klimaschutzgesetz den Wald nicht mehr nur als natürliche Kohlenstoffsenke betrachtet, sondern auch die nachhaltige Waldwirtschaft einbezieht und stärkt. Wenn im Rahmen der nächsten Gesetzesänderung im Jahr 2022 über die Klimaziele der Sektoren entschieden wird, muss der besondere Stellenwert der Waldwirtschaft berücksichtigt werden. Klimafreundliches Bauen mit heimischem Holz kann es nur geben, wenn der Beitrag der Waldwirtschaft zum Klimaschutz vom Gesetzgeber anerkannt und gewürdigt wird, so der Landeswaldverband Baden Württemberg e.V. abschließend.

Infos: www.landtag-bw.de/Gesetzesbeschluesse.html

Landeswaldverband Baden Württemberg e.V.