Waldschutz

Achtung! Waldbrandgefahr! Worauf es jetzt ankommt

Bearbeitet von Jörg Fischer

Mit dem Anstieg der Temperaturen im Sommer steigt auch wieder die Waldbrandgefahr. Insbesondere durch die vielerorts trockene Witterung in Kombination mit Wind wird das Brandrisiko in unseren Wäldern noch verstärkt. Hinzu kommt, dass durch großflächigen Schädlingsbefall aktuell große Mengen an trockenem Totholz und Reisig vorhanden sind. Wir erklären Ihnen, worauf Sie jetzt beim Waldbesuch unbedingt achten sollten.  

Diese Meldung wurde zuletzt am 18. Juni 2021 aktualisiert.

Der Wald dient bei hochsommerlichen Temperaturen nicht nur den Tieren als willkommener Rückzugsort. Auch wir Menschen begeben uns gerne in seinen kühlenden Schatten. Doch mit den Temperaturen steigt auch die Waldbrandgefahr. Deshalb sollte man einige wichtige Spielregeln im Wald beachten.

Worauf sollte ich im Wald achten?

  1. Das Grillen ist nur an offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen erlaubt. Auch das Grillen mit einem mobilen Campinggrill sowie das Entzünden eines Lagerfeuers sind nur an ausgewiesenen Feuerstellen erlaubt. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine wilde Feuerstelle an einem See, auf einer Waldlichtung oder einer Wiese im Wald betrieben wird.
  2. Brennendes Feuer muss ständig kontrolliert werden. Bei offenem Feuer außerhalb des Waldes sollte ein Mindestabstand von 100 m zum Waldrand eingehalten werden. Das ist in einigen Bundesländern auch gesetzlich festgeschrieben.
  3. Bei hoher Waldbrandgefahr sind offenes Feuer sowie das Grillen im Wald i.d.R. grundsätzlich zu unterlassen! Informieren Sie sich über die geltenden Regeln bei Ihrem zuständigen Forstamt bzw. beim Revierförster vor Ort.
  4. Pkw mit Katalysatoren können, wenn sie auf trockenen Wald- und Wiesenwegen abgestellt werden, Waldbrände verursachen, da der Katalysator während der Fahrt sehr heiß wird und dann die Gefahr besteht, dass sich die darunter befindende Vegetation entzündet. Von daher sollte ein Fahrzeug stets auf entsprechend gekennzeichneten (Wander-)Parkplätzen abgestellt werden. Bitte halten Sie außerdem die Waldwege für die Rettungskräfte offen.
  5. Die Einfahrt von Waldwegen ist freizuhalten! Waldwege dienen als Rettungswege im Falle eines Notfalls und entsprechend als Zufahrt für Löschfahrzeuge bei einem Waldbrand.
  6. Zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt bundesweit in allen Wäldern absolutes Rauchverbot. In einigen Bundesländern gilt das Rauchverbot auch ganzjährig.
  7. Das Wegwerfen von Zigarettenkippen oder anderen glimmenden Gegenständen, auch an Straßen und Wegen, ist zu unterlassen, da sich die trockene Vegetation leicht entzündet. Wer beim Rauchen im Wald erwischt wird, muss mit einer Geldbuße rechnen. Die Bußgelder im Falle eines Verstoßes gegen das Rauchverbot liegen – je nach Bundesland – im Bereich zwischen 5.000 € und 50.000 €.
  8. Für Waldbesitzer gilt, das beim Aufarbeiten von Borkenkäferschäden anfallende Holz, Reisig oder Kronenmaterial keinesfalls zu verbrennen. Stattdessen sollte das Material aus dem Wald abtransportiert oder gehackt werden.

Außerdem ist es wichtig, die Augen immer offen zu halten und Rücksicht auf sich und andere zu nehmen. Sollten Sie einen Waldbrand entdecken, alarmieren Sie umgehend die Feuerwehr über die Notrufnummer 112.

Weiterführende Infos:

Red.