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Absurde Argumente für geplanten Nationalpark Teutoburger Wald

Die Bürgerbewegung „Unser Teutoburger Wald“ hat Umweltminister Remmel vorgeworfen, den umstrittenen Nationalpark auf Biegen und Brechen gegen den Willen der Lipper durchzudrücken. Verbände wie BUND und NABU leisteten ihm dabei Schützenhilfe mit teilweise absurden Argumenten.

So werde behauptet, dass die Buchenbestände im Teutoburger Wald gefährdet seien. „Das Gegenteil ist der Fall: Sie sind dank der nachhaltigen Pflege durch private Waldbesitzer in einem naturschutzfachlich hervorragenden Zustand, der auch nicht gefährdet ist“, so der Sprecher Ralph Gerdes. „Hier irgendwelche globalen Statistiken heranzuziehen und diese auf lokale Begebenheiten anzuwenden, mit denen sie gar nichts zu tun haben, ist nicht nur unkorrekt, sondern eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit.“

Ebenso illusorisch sei die Einbeziehung der Senne in die Kulisse des Nationalparks. „Der Grund hierfür ist klar: Die bisherige Kulisse ist aussichtslos, weil die Besitzer von drei Viertel der Flächen die Wälder nicht hergeben oder nicht hergeben dürfen.  Wenn die Grünen und Minister Remmel sowie die sie unterstützenden Verbände jetzt schon hilfsweise militärisch genutzte Flächen in den angrenzenden Senne hinzuziehen wollen, ist das nicht nur naturschutzfachlich ein Hohn, sondern eine weitere Nebelkerze.“

Die Behauptung von NRW-Umweltminister Remmel, er führe Verhandlungen über den Abzug der Briten vom Truppenübungsplatz Senne, um den von seiner Partei geplanten Nationalpark dort errichten bzw. Flächen dafür nutzen zu können, finde nirgendwo eine Bestätigung. Die Bürgerbewegung forderte den Minister auf, klar zu sagen, mit wem er redet. „Es gibt weder ein festes Abzugsdatum für die britischen Truppen noch eine Planung, den Truppenübungsplatz als solchen aufzugeben“, so Gerdes. „Gleiches gilt für die Bundeswehr, die die Senne auch weiterhin für militärische Übungen nutzen wird.“

Umweltminister Remmel wolle auf Biegen und Brechen seine Nationalparkidee in Ostwestfalen-Lippe am Leben halten, nach dem er schon seit Monaten die Kulisse für den angrenzenden Nationalpark Teutoburger Wald nicht zusammen bekommen hat. Gerdes forderte den Minister auf, den Bürgern in der Region wie dem künftigen Koalitionspartner in Düsseldorf die wahre Geschichte zu erzählen.

„Wir fordern die neue Landesregierung auf, unverzüglich eine neue Nationalparkkulisse vorzulegen, die den rechtlichen Kriterien des Bundesnaturschutzgesetzes entspricht. Gelingt das nicht, sind sofort sämtliche Planungen einzustellen und ein für alle Mal anzuerkennen, das die Idee eines Nationalparks naturschutzfachlich nicht in den Teutoburger Wald  passt“, so Gerdes.

 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
Bürgerbewegung "Unser Teutoburger Wald"

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