ABO

Abschiebung erleichtern

Nein, Forst & Technik will an dieser Stelle jetzt nicht zu politisieren anfangen – das sollen Andere tun. In unserem Bericht geht es um den Brennholztransport und um die Frage, wie sich hier der Service für den Kunden verbessern lässt, ohne dafür allzu viel Geld auszugeben.

Bei der Auslieferung von Scheitholz an den Endkunden ist ein Kipper als Transportmittel eigentlich immer nur die zweitbeste Lösung. In vielen Fällen gibt es am Bestimmungsort – oft ein Carport oder eine kleine Halle – gar nicht genügend lichte Höhe um wirklich aufzukippen. Also landet die Ware draußen im Hof, muss nochmal per Hand bewegt werden und wird vielleicht sogar wieder nass. Das ist besonders ärgerlich, wenn es sich um brennfertig trockenes Holz handelt. Daneben ist eine geteilte Lieferung an mehrere Empfänger nur schwierig zu realisieren. Deswegen hat Klaus Egly schon vor über zehn Jahren mit der Abschiebetechnik experimentiert. So kommt er auch an ganz beengte Abladestellen heran und kann durch das Einlegen einer simplen Plane die Ladung teilen. Darüber hinaus sieht er aber auch noch weitere „psychologische“ Vorteile: „Ich werfe meinen Kunden ihre Bestellung nicht mit lautem Getöse vor die Füße, sondern kann mich während des kontrollierten Abladens ganz entspannt mit ihnen unterhalten. Dabei bahne ich oft schon den Folgeauftrag an. Eine gute Kundenbindung ist in unserem Geschäft doch mittlerweile fast das Wichtigste.“

Einen einzigen Nachteil hatten die bisherigen Fahrzeuge mit dieser Technik aber alle: Sie waren teuer und deswegen für die meisten Kollegen aus der Brennholzbranche einfach unerschwinglich. Die Anhänger waren meist nicht unter 25.000 € zu haben. Weil Egly aber von der Idee weiterhin überzeugt ist und die bisherigen Nutzer auch nur Positives berichten, hatte er sich in den Kopf gesetzt, eine bezahlbare Lösung zu finden. Zusammen mit einem befreundeten Metallbauer tüftelte er so lange, bis ein Baukastensystem dabei herauskam, mit dem sie einen kompletten Abschiebehänger für nur rund 10.000 € anbieten können. Vermarktet wird das „Schubwerk“ jetzt auch in Eigenregie durch die Schubwerk GmbH in Diedersen bei Hameln.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag in Forst  & Technik Ausgabe 2/2018 oder hier.

 

Heinrich Höllerl

Auch interessant

von