HolzMarkt

Abhängigkeit der USA von europäischem Nadelschnittholz steigt

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Nach den ersten zehn Monaten des Jahres 2020 waren US-Importe von Nadelschnittholz aus Übersee 39 % höher als im gleichen Zeitraum 2019. Für das Gesamtjahr rechnet man mit einem Gesamtvolumen der Importe von 4,7 Mio. m3. Das ist der Höchstwert seit 15 Jahren.

Nadelschnittholzlieferungen aus Übersee in die USA haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen, da die Liefermengen aus Kanada zurückgehen. Trotz Rekordpreisen in den USA sind die kanadischen Lieferungen in den letzten vier Jahren stetig gefallen. Eine Reduktion der zulässigen Einschlagsmengen in der Provinz British Columbia hat die Produktionsmenge in dieser Region in den vergangenen fünf Jahren um mehr als ein Drittel reduziert.

13 % kommen aus Europa

Ihren Höchststand erreichten die Übersee-Importe 2005 mit fas 7 Mio. m3. Europa waren über weite Strecken der letzten 20 Jahre der Hauptlieferant von außerhalb Nordamerikas, so auch 2020 mit einem Gesamtanteil der Importe von 13 %. Der Durchschnitt der letzten 20 Jahre lag nur bei 7 %.

Die Nadelschnttholzmenge, die im Gesamtjahr aus Europa in die USA verschifft wurde lag bei knapp 3,3 Mio. m3. Im Vorjahr waren es noch 2,1 Mio. m3. Bei weitem größter Lieferant ist Deutschland, gefolgt von Schweden und Österreich.

Weniger Holz aus Kanada

Mit der Aussicht auf weiter sinkende Holzeinschläge im Westen Kanadas dürfte auch die Schnittholzmenge sinken, die aus British Columbia in die USA geliefert wird. In der Folge werden die US-Kunden ihren Bedarf an Nadelschnittholz woanders decken: Im Süden der USA, im Osten Kanadas oder in Übersee, derzeit vor allem in Europa.

Quelle: WRI