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Die Preisträger Prof. Dr. Hermann Spellmann (2. v.l.) sowie Dr. Fabian Härtl  (2. v.r.) im Kreise der Jury-Mitglieder (v.l.): Prof. Bernhard Möhring

Abetz-Preis 2017 verliehen

Am 10. Mai 2017 wurde in Sögel (Emsland) im Schloss Clemenswerth der Abetz-Preis verliehen. Mit diesem Preis werden herausragende Leistungen im Bereich der forstlichen Betriebswirtschaft in Praxis und Wissenschaft honoriert.

Der Preis wurde in zwei Kategorien vergeben: Der Hauptpreis, dotiert mit 6.000 €, wurde vergeben an Prof. Dr. Hermann Spellmann, Leiter der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und in dieser Einrichtung auch Leiter der Abteilung Waldwachstum. In der Begründung der Jury heißt es: „Herrn Professor Dr. Hermann Spellmann wird dieser Preis für seinen jahrzehntelangen erfolgreichen Einsatz für den Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit forstlicher Betriebe durch die Verwendung geeigneter Baumarten und Waldbaumethoden in Wissenschaft und Praxis verliehen.“
Die Jury, bestehend aus Professor Dr. Jörn Erler, Tharandt, Professor Dr. Thomas Knoke, München, Professor Dr. Bernhard Möring, Göttingen, sowie Dr. Jens Borchers, Donaueschingen, Maximilian Erbgraf zu Königsegg-Aulendorf, Königseggwald, Dr. Uwe Meyer, Fürstenberg und Johannes Röhl, Bad Berleburg, ehrt damit einen Wissenschaftler, der in enger Abstimmung mit der Praxis immer wieder besonders deutlich auf die Notwendigkeit des Erhalts wirtschaftlich leistungsfähiger Forstbetriebe hingewiesen und diesen praxistaugliche, wissenschaftlich begründete Handreichungen geliefert hat.
Abetz-Förderpreis
In der zweiten Kategorie, mit dem Abetz-Förderpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs, dotiert mit 2.000 €, wurde Dr. Fabian Härtl ausgezeichnet. In der Begründung heißt es: „Der Abetz-Förderpreis wird Herrn Dr. Härtl verliehen, weil er von Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere an methodisch und inhaltlich Wege beschritten hat, die der Erhaltung und Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Forstbetrieben dienen und zukunftsweisend sind. Dabei erhält er die Balance zwischen Kritik am einseitig betriebswirtschaftlich ausgerichteten Handeln und der Betonung der Notwendigkeit von wirtschaftlichem Erfolg im Forstbetrieb.“
Dr. Fabian Härtl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für Waldinventur und nachhaltige Nutzung der Technischen Universität München und seit September 2015 Lehrbeauftragter der Technischen Universität München für das Fach Forstplanung. Dr. Härtl hat sich durch zahlreiche methodisch und inhaltlich hoch interessante Veröffentlichungen bereits jetzt einen Namen in der Wissenschaft gemacht.
 
Förderung der Wirtschaftlichkeit in Forstbetrieben
Der Abetz-Preis tritt die Nachfolge des seit 1972 durch das Institut für Forstbenutzung und forstliche Arbeitswissenschaft der Albrecht-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau verliehenen „Karl-Abetz-Preises“ an. Auch mit dem Karl-Abetz-Preis sollten jeweils hervorragende Beiträge zur Förderung der Wirtschaftlichkeit in Forstbetrieben ausgezeichnet werden. Der Preis wurde nach dem Freiburger Forstökonomen Karl Abetz (1896 – 1964) benannt.
Der Karl-Abetz-Preis wurde seit 1972 durch den Fürsten zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee gestiftet. Die letzte Vergabe des Karl-Abetz-Preises war 2011 erfolgt. S.D. Johannes Fürst zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee war daran gelegen, einen solchen Preis weiterhin zu vergeben, wünschte sich aber, diese Institution auf mehr Schultern zu verteilen.
Aufgrund dieser Anregung sowie der Einsicht, dass es sinnvoll und notwendig ist, forstbetriebswirtschaftliche Leistungen zu honorieren, die derzeit vor dem Hintergrund einer sehr naturschutzlastigen Forstpolitik eher in den Hintergrund geraten, hat sich aus dem „Freundeskreis Großprivatwald“ eine Gruppe von 17 Betriebsinhabern bereit erklärt, die Verleihung des Preises und die Stiftung der Preisgelder zu übernehmen.
Daher kommt es nicht von ungefähr, dass die Preisverleihung in diesem Jahr während der jährlichen Tagung des „Freundeskreises Großprivatwald“ in Sögel, Emsland, stattgefunden hat.
Der Preis wird in Zukunft regelmäßig vergeben werden, wobei der Turnus sich danach richtet, wann und wo geeignete Preisträger gefunden werden.
Forstdirektor Johannes Röhl, Wittgenstein-Berleburg`sche Rentkammer
Die Preisträger Prof. Dr. Hermann Spellmann (2. v.l.) sowie Dr. Fabian Härtl  (2. v.r.) im Kreise der Jury-Mitglieder (v.l.): Prof. Bernhard Möhring Dr. Jens Borchers

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