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Holzmarkt in Österreich

Die sehr gut laufende Konjunktur in Österreich und Europa ermöglicht auch der österreichischen Sägeindustrie gute Exportmöglichkeiten. Der Schnittholzverbrauch ist hoch, die Sägewerke produzieren aufgrund der extrem guten Versorgungslage auf sehr hohem Niveau.

Der Markt für Nadelsägerundholz ist differenziert zu betrachten. Aufgrund der sehr ausgeprägten Dürre- und Hitzeperioden im Wald- und Mühlviertel kommt es dort zu einem zeitlich konzentrierten Anfall nennenswerter Schadholzmengen. Verschärft wird die Situation durch den Käfer- und Sturmholzanfall in Niederbayern und Tschechien, der Importdruck ist hoch.

Die Lagermöglichkeiten der Sägewerke sind aktuell nahezu erschöpft, insbesondere für schlechtere Qualitäten. Alle Marktakteure sind bemüht, zusätzliche Lager- und Transportkapazitäten zu schaffen. Dennoch führt die Gesamtkonstellation mittlerweile zu einem Rückstau beim Holzabtransport von bis zu sechs Wochen. Daher darf Rundholz auch auf beihilfefähigen Flächen bei einem Mindestabstand von 500 m vom nächsten Waldrand zwischengelagert werden.

In den Hauptschadensgebieten werden für das Leitsortiment Fichte B 2b zwischen 80 und 85 €/Fm bezahlt, im restlichen Bundesgebiet werden 90 €/Fm auch überschritten. Verblautes Holz und Braunbloche (Käferholz) werden in den Schadgebieten nur mehr zwischen 45 und 55 €/Fm gehandelt, außerhalb dieser sind Preise bis zu 65 €/Fm zu erzielen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich die Preise für die Steiermark auf Anfang August beziehen.

Im Sog des aktuellen Fichten-Überangebotes ist vor allem in Niederösterreich der Absatz von Kiefernholz zum Erliegen gekommen. Die Lärche hält bei anhaltend reger Nachfrage generell ihr gutes Preisniveau.

Entsprechend der Situation beim Nadel-Sägerundholz ist mittlerweile auch der Industrieholzmarkt sehr angespannt. Die Lager sind voll und die Kapazitäten ausgelastet. In den Borkenkäfergebieten werden zur Entlastung beim Sägerundholz schwächere Dimensionen in das Industrieholz sortiert. Mengen außerhalb bestehender Verträge sind dort derzeit nicht abzusetzen. Deutlich entspannter ist die Situation bei Rotbuche; die Preise sind fest.

Auch die Versorgung aller Anlagen zur Strom- und Wärmegewinnung mit Energieholz ist sehr gut. Aus Forstschutzgründen sollte vor allem in den Schadgebieten Schlagabraum (Äste, Wipfel) derzeit nicht für die energetische Verwendung zwischengelagert, sondern im Bestand belassen und optimaler Weise verhackt werden. Damit wird einem drohenden Befall durch den Kupferstecher vorgebeugt. Zudem ist dieses Hackgut beim aktuellen Überangebot an alternativen Energieholzsortimenten im Wesentlichen unverkäuflich. Die Nachfrage nach trockenem, bereits gelagertem Brennholz ist leicht belebt.

Alle angegebenen Preise – mit Ausnahme der Steiermark – beziehen sich auf den Zeitraum Ende August bzw. Anfang September 2017 und sind Nettopreise.

Landwirtschaftskammer Österreich

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