ForstTechnik

970.000 € für smarte Forschung zu 5G im Wald

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel nimmt in den kommenden drei Jahren verschiedene Anwendungsbereiche für intelligente Waldsensorik und vernetzte Holzernte in den Fokus.

Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften gehört zu den erfolgreichen Bewerbungen in der zweiten Runde des 5G-Innovationswettbewerbs des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Das Teilprojekt „Smart Forestry“ eines fakultätsübergreifenden Forschungsteams der Hochschule ist maßgeblicher Bestandteil des 5G-Projektantrags „5G Smart Country“ der Landkreise Wolfenbüttel und Helmstedt unter Koordination der Projektagentur Wolfenbüttel, der mit insgesamt 3,9 Mio. € gefördert wird. 973.844,53 € gehen an das Teilprojekt der Hochschule.

Sensorik im Wald

Das interdisziplinäre Forschungsteam wird in den kommenden drei Jahren verschiedene Anwendungsbereiche für intelligente Waldsensorik und vernetzte Holzernte in den Fokus nehmen, die mittels 5G realisiert werden können.

Ein zentrales Element ist dabei die Realisierung eines „Sensorknotens Wald“, der von der Ostfalia konzipiert wird. „Die erhobenen Daten werden über das 5G-Mobilfunknetz in einem Data Lake gesammelt und analysiert, um einen umfassenden Überblick über den Zustand des Waldes zu gewinnen“, erklärt Prof. Dr. Ina Schiering, die das Teilprojekt „SmartForestry“ an der Ostfalia leitet.

Holzvermessung und Waldbildung

Einen weiteren Schwerpunkt des Projekts stellt die „Wertschöpfungskette Forst und Holz“ dar. Die Ostfalia-Forschenden haben das Ziel, ein speziell angepasstes Holzvermessungssystem für Forstmaschinen als Basis für die On-Demand-Holzernte zu konzipieren, die durch 5G-Netzwerke möglich wird.

Dritter Part des Teilprojekts ist ein „Informationssystem Wald“ für Bürgerinnen und Bürger und Bildungszwecke, das beispielsweise durch mobile Anwendungen ortsunabhängig und digitale Informationstafeln direkt im Wald realisiert werden soll.

Forschungspartner

Partner im Teilprojekt „Smart Forestry“ sind die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, das Thünen-Institut für Waldökosysteme sowie Wahlers Forsttechnik. Enger Austausch findet zudem mit den Niedersächsischen Landesforsten, der Stiftung Zukunft Wald sowie dem Rittergut Lucklum statt. Von der Ostfalia Hochschule sind in dem Projekt „Smart Forestry“ die Fakultäten Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik im Rahmen des Forschungsfelds Digitalisierung vertreten. Die beteiligten Forschenden kooperieren als Mitglieder des Forschungsverbundes „Center for Digital Technologies (DIGIT)” in Lehre und Forschung.

Quelle: Ostfalia Hochschule