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Stichprobeninventuren in der Mongolei – eine Zusammenfassung bisheriger Erfahrungen

Quelle: Forstarchiv 87; 3 92-97 (2016)
Autor(en): BELLMANN F

Kurzfassung: Die Wälder der Mongolei gelten als die südlichen Ausläufer der sibirischen Taiga. Charakteristisch sind wenige Nadelholzarten, die oft ausgedehnte Reinbestände bilden. Riesige Waldgebiete sind nahezu menschenleer. Unter diesen Voraussetzungen hat sich eine besondere Form der Okularschätzung entwickelt, um eine Datengrundlage für die Bewirtschaftung der Wälder zu schaffen. Eine Aktualisierung der Daten in einem 10-jährigen Turnus wird jedoch oft durch knappe personelle und finanzielle Ressourcen behindert. Daher sind vor allem im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit in den letzten Jahren eine Reihe von Stichprobeninventuren durchgeführt worden, um für Vorhaben schnell aktuelle Daten zur Verfügung zu stellen. Das neue Forstgesetz von 2007 bildet die Grundlage für Änderungen bezüglich der Bewirtschaftungsstrategien der mongolischen Wälder. Durchforstungsvarianten und Verjüngungsverfahren sollen die früher großflächig durchgeführten Kahlschläge ablösen. Für die Zukunft wird sich die Frage stellen, ob die mittels Okularschätzung ermittelte Datengrundlage den neuen Anforderungen entspricht. Über eine nationale Waldinventur wird zudem deshalb diskutiert, weil die Mongolei am REDD-Prozess teilnimmt. Auch vor diesem Hintergrund können die bisherigen Erfahrungen mit Stichprobenverfahren wertvolle Hinweise für die Planung und Kalkulation liefern.


Experiences of inventory sampling methods in Mongolia

Abstract: The forests of Mongolia are the southern branch of the Siberian taiga often deserted and dominated by large single-species stands. Against this background a special form of ocular estimation of forest stands delivers key data. Due to short resources the scheduled 10 years inventory cycle is often not kept. That’s while within the last 10 years several spot check inventories were carried out, mostly to overcome missing data or a lack of accuracy to provide development projects. The new forest law of 2007 supports changes in management of Mongolian forests. Variants of thinning and rejuvenation strategies will replace the so far often operated clear cut system. Future considerations weather ocular estimation method still delivers that kind of data, which are in need of, are conceivable. Recently there is also a national forest inventory in preparation because Mongolia takes part into the REDD process. So results of the inventory activities might be interesting for planning and calculation.

© DLV München

 

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